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Steffel 17.02.2009 14:01

Heilerde wegen Übersäuerung durch Chemo
 
Liebe Kolleginnen,

ich komme zwar aus dem EK-Forum, habe mir aber erlaubt, mich mit meiner Frage bei Euch "hereinzuschleichen", da Ihr einfach mehrere seid und ich dadurch vielleicht auch mehrere Antworten bekomme.

Ich befinde mich z. Zt. wieder in einer Chemo und war kürzlich bei einem Heilpraktiker wegen Entsäuerung, Ausscheidung, Unterstützung von Leber, Nieren usw... Er hat mir zwei Präparate aufgeschrieben, ein Pulver zur verstärkten Ausleitung der chemobedingten Schwermetalle, in meinem Fall bzw. allgemein bei Eierstockkrebs, vor allem Platin sowie Tabletten zur Entsäuerung des Körpers.

Ich habe das Gefühl, dass beide Produkte auch meinem Magen sehr gut tun.
Die GfBK (Biol. Krebsabwehr) schreibt, dass Heilerde z. B. bei Sodbrennen zu empfehlen sei.

Nun habe ich mir überlegt, ob ich die Einnahme von Heilerde zukünftig nicht selbst in die Hand nehmen kann, ohne Besuch beim Heilpraktiker (spart Zeit und Geld). Bevor ich anfange genauer zu recherchieren, da es wohl viele verschiedene Produkte und Zusammensetzungen bei Heilerde gibt, würden mich Eure Erfahrungen dazu interessieren.

Würdet Ihr sagen, Heilerde kann bedenkenlos genommen werden oder gibt es da auch bestimmte Sachen/Substanzen, auf die man achten sollte?

Ich sage schon mal vielen Dank im voraus,

viele Grüße,
Monika

Äpfelchen 17.02.2009 14:35

AW: Heilerde wegen Übersäuerung durch Chemo
 
Liebe Monika,

ich bin auch eher der Naturapostel und bevor ich krank wurde (Lymphknotenkrebs) habe ich wann immer es ging natürliche Heilmittel vorgezogen.
Heilerde ist eines meiner Lieblingsprodukte (ich nehme die von Luvos u nd glaube das ist der Klassiker) die geb ich sogar meinem Hund wenn er Durchfall hat. Wirkt gut.
Es gibt Heilerde zum Einnehmen und für äusserlich, also für Wickel etc.
Und um Heilerde Einzunehmen brauchst Du keinen Heilpraktiker. Ich bin eh bei einer so schweren Erkrankung eher skeptisch, was Heilpraktiker anbelangt. Keine Frage es gibt bestimmt ganz tolle und ganz gut ausgebildete...
Aber machen wir uns nichts vor, ein Medizinstudium hat er nicht und bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung und deren Therapie, ist mir ein 'Studierter' lieber.
Was ja nicht heisst, dass man nicht am Wegesrand mitnehmen soll was einem gut tut. Aber eben in Absprache mit den Onkos. Meine halten nix von Globuli und Kräuterchen, macht ja nix, mir ist nur wichtig, dass sie nicht strikt abraten.

Zur Unterstützung der Leber gibt es ein wunderbares Mittel: Mariendistel. Als Produkt aus der Apotheke z.b. Silvaysan. Hat mir meine durch Chemo erhöhten Leberwerte in wenigen Wochen auf normal runtergeholt. Man bekommt das auch wenn man z.b. eine Knollenblätterpilzvergiftung hat (laut Apotheker).
Ich habe das mit Genehmigung meines Onkologen eingenommen, ich würde an Deiner Stelle auch nachfragen, es könnte ja sein, dass es da was gibt, was der Chemo kontraproduktiv entgegen wirkt. Natur bedeutet ja nicht automatisch ohne Nebenwirkung oder ungefährlich!
Siehe oben...Knollenblätterpilz ;)

Zur Entsäuerung des Körpers brauchst Du übrigens keine Tabletten.
Das geht viel einfacher durch Umstelluzng der Ernährung, google mal 'Basische Lebensmittel oder BasenSäurehaushalt'.

Zu Deiner Frage: Ich persönlich bin der Meinung dass Heilerde bedenkenlos (sogar ohne Nachfrage beim Onko) eingenommen werden kann.

Liebe Grüsse
Beate

Steffel 17.02.2009 15:12

AW: Heilerde wegen Übersäuerung durch Chemo
 
Hallo Ihr Beiden,

vielen Dank für Eure schellen Antworten! Das bestätigt mir, dass ich mit Heilerde auf dem richtigen Weg bin. Ich mag gerade diesen tonigen oder "sandigen" Geschmack im Mund, daher habe ich mit einem Pulver keine Probleme.

Danke, Beate, für Deine detaillierten Infos. Das mit der Mariendistel für die Leber habe ich schon an anderer Stelle mal gelesen, werde dem nachgehen. Werde, wenn mein Pulver-/Tablettenvorrat aufgebraucht ist, mir die Luvos-Heilerde zulegen.

Wünsche Euch und allen anderen alles Gute weiterhin,
viele Grüße,
Monika

Renate2 17.02.2009 15:28

AW: Heilerde wegen Übersäuerung durch Chemo
 
Hallo,
ich kann mich Euch nur anschließen. Gegen Sodbrennen habe ich zwar Tabletten, die wirken aber nicht sofort.
Wenn ich Heilerde einnehme, ist das Sodbrennen ruckzuck weg.

Wie Du schon schreibst, Barbara, etwas sandig. Die KapselnTabletten kenne ich nicht, werde ich mir aber gleich besorgen.

Liebe Grüße
Renate

Didla 17.02.2009 15:47

AW: Heilerde wegen Übersäuerung durch Chemo
 
Hallo,

ich kann mich nur Äpfelchen anschließen. Ich nehme auch von Luvos die Heilerde. Hatte es auf Empfehlung für meine Katze gekauft und nach durchlesen festgestellt, dass es auch was für mich ist. Das war schon vor meiner Diagnose. Mir schlägt die Chemo ziemlich auf den Magen, war halt vorher schon sensibler, und neben einem Medikament nehme ich Luvos und es hilft sehr gut.

Wünsche weiter allen alles Gute und liebe Grüße
Tina

:1luvu:

Amba 17.02.2009 21:25

AW: Heilerde wegen Übersäuerung durch Chemo
 
Ich hab zum Entgiften nach der Chemo noch Enzyme genommen und Base-Bad gemacht! Dieses BaseSalz (Fuß- oder Vollbad) entsäuert sehr gut! Manchmal wird die "Brühe" ziemlich dunkel, dann war's wohl nötig.....nee, kein Dreck! Jedenfalls kein äußerlicher! Außerdem kriegt man super weiche Haut davon und vor allem: suuuper weiche Füüüße!!

Meine Luvos-Heilerde trinke ich mit einem Strohhalm, ganz hinten in den Mund geschoben, dann ist die Chance nicht so groß, daß es zwischen den Zähnen knirscht....brrrr! Neuerdings reichere ich sie mit Ur-Teilchen (enthält eine Menge Bitterstoffe, die aus unserer Nahrung schon rausgezüchtet sind!) an. Aber das Pulver ist so dermaßen bitter, daß ich mir jetzt das Zeug in leere Kapseln (aus der Apotheke) fülle; wird eh nur Messerspitzen-weise eingenommen.

Mir tut es gut. Gesunde Grüße, Amba

Äpfelchen 17.02.2009 22:38

AW: Heilerde wegen Übersäuerung durch Chemo
 
Wow es gibt Heilerde in Kapseln - wieder was gelernt.
Nun für meinen Hund ist das wurscht, der frisst alles. Aber ich werde mir diese Kapseln besorgen, den sandigen Geschmack mochte ich noch nie.

Und, liebe Amba, der Tipp mit Strohhalm ganz hinten in den Mund geschoben...klingt ja toll...nur in der Praxis wär das nix für mich. Wenn ich mir vorstelle einen Strohhalm weit nach hinten im Mund zu schieben :smiley1: da würde mir auf der Stelle die letzte Mahlzeit aus dem Gesicht fallen.
Ich bin da leider sehr empfindlich, selbst wenn ich mit der Zahnbürste mal zu tief komme würgt esmich und einen sogenannten Zungenreiniger kann ich nicht benutzen :smiley11:

Lieben Gruss
Beate


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