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Alt 10.09.2012, 00:11
Friederike-Berlin Friederike-Berlin ist offline
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Standard AW: Seit Tod meines Vaters immer krank...

Liebe Jyllis,

mir ging es ähnlich, auch ich habe während der gesamten Behandlungsphase bei meinem Mann, stets mit eigenen unsäglichen Erkrankungsausbrüchen leben müssen. Schon als letzten Herbst meine Mama mit nur 64 Jahren von einem Tag auf den anderen in ihrer Wohnung allein verstarb, da kam ich eines Tages mit Atemnot und Herzbeschwerden ins KH auf die Überwachungsstation.
Als dann nach Übergabe der aufgelösten Wohnung meiner Mutter nur einen Tag später mein Mann seine Diagnose am 1.3.2012 "präsentierte", da brach alles über mich herein. Neurodermitis, die ich bislang nie hatte, dass mir die Hände ohne zu kratzen bluteten...aber alles nix gegen die Leiden unserer Liebsten, die jetzt nicht mehr da sind. Mein Mann hatte keine Kraft mehr gegen den Tumor aufzubieten, er starb am 17.8.2012 - eine Hand in meiner.

Meine Psychotherapeutin, die ich nun wirklich brauche, sagte, dass der Körper die Trauer austrägt, wenn es die Seele nicht schafft. Und wir alle wissen, was auch wir zu verarbeiten und nach dem Tod dann auch oft noch zu erledigen haben, egal ob Kind, Enkel oder Ehe/-partner. Wir brauchen auch mal eine Pause, eine dicke, warme Schulter, die uns anlehnen und ausatmen lässt. Ich wünsche uns allen diese Pause - irgendwann in naher Zukunft.
Liebe Grüße
von Friederike
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