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Alt 03.09.2007, 10:14
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monkeponke monkeponke ist offline
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Registriert seit: 10.09.2006
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Standard So tun als ob alles o.k. ist!?!?

Hallo,

es ist jetzt ein Jahr her, dass ich meine letzte Chemo erhalten habe, seit dem ist viel passiert......Gebärmutter und Eierstöcke raus,...Lebertumor.....und dann die wahnsinnigen Knochen- und Muskelschmerzen, die immer doller wurden. Auch die habe ich einigermaßen unter Kontrolle bekommen durch Morphine und ein Parkinsonmittel.
Einiger Nachteil ist, dass ich einfach keine Kraft mehr habe, wie die alte Monja. Ich schaffe nicht mal 1/5 von dem, was ich Powerfrau vorher geschafft habe. Ich fühle mich oft, sehr unwirtschaftlich und irgendwie schuldig und weiß gar nicht so recht warum.
Ich leide auch sehr darunter, dass mein Umfeld so tut als wäre alles wie früher. Keiner ist bereit mit mir über meine Problematiken zu reden. Sie blocken ab oder kommen mit Phrasen.
Ich fühle mich wie ein Beobachter meiner selbst und gleite momentan durch den schnell dahingehenden Alltag ohne wirklich effektiv zu sein.
Ich leide, weil ich nicht arbeiten gehen kann, wegen meiner Polyneuroparthien und es ist so schwer meinem Umfeld glaubhaft zu erklären was ich habe, ich komme mir dann immer wie so ein Hypokonder vor, wenn ich ausspreche was mit mir los ist.
Vielleicht liegt es daran, dass es sie eigentlich nicht interessiert.
Ich haße den Satz " Du siehst aber gut aus", dass impliziert oder besser hat für mich die Metamitteilung, so jetzt bist du ja wieder gesund, also jammer nicht.

Deshalb schreibe ich Euch um mal zu hören, ob es Euch ähnlich geht ob ihr auch diese unzulänglichkeit fühlt.

Monkeponke
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