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Alt 17.06.2018, 20:33
Hibbi Hibbi ist offline
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Standard Magen/Speiseröhre

Hallo,
mein Name ist Hibbi, weiblich, 59 Jahre

Ende Oktober 2017 wurde auch bei mir ein Karzinom am Übergang Magen/Speiseröhre diagnostiziert.
T3, N3, Lymphknoten auch im Bauchraum, Lunge und Leber frei.

Ende November bekam ich einen Port und ab Dezember neoadjuvante Flot-Chemo. Ziel war Chemo im 14-tägigen Rhythmus, was aber jedesmal wegen der Leukos auf 3 Wochen verlängert wurde.
Die Chemo sprach an, der Tumor und die Lymphknoten wurden kleiner.
Im März sollte die Op erfolgen.

Ich habe mit jedem Arzt gesprochen, der mir in den 3 Monaten über den Weg gelaufen ist.
Der Professor wollte operieren, aber niemand half mir bei der Entscheidung. Ich konnte mich nicht dazu durchringen, hatte immer ein schlechtes Gefühl dabei. Dann ging ich noch mal zu einer anderen Chirurgin und zu einem Onkologen. Am Tag, bevor ich mich für oder gegen die Op entscheiden musste, rief mich der Onkologe an und riet mir von der Op ab. Er hatte sich auch mit der Chirurgin besprochen. Sie waren beide der Meinung, dass die Knoten Fernmetastasen sind.
Auch wegen einiger anderer gesundheitlicher Einschränkungen würden sie mir von einer Op abraten.

Die Lebenszeit, die ich gewinne, hätte enormen Verlust der Lebensqualität zur Folge.
Am letzten Montag hatte ich ein CT. Erwartungsgemäß sind der Tumor und die Knoten wieder größer geworden. Lunge und Leber sind noch frei. Ab Montag beginnt eine neue Chemo mit Capecitabin und Herceptin.

Ich sehe meinen Entschluss nicht als Aufgeben. Ob die Entscheidung richtig oder falsch war, werde ich sowieso nie wissen.

LG
Hibbi
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