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Alt 01.06.2018, 01:09
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Mirko1984 Mirko1984 ist offline
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Standard AW: Riesenzelltumor im Knie

Hallo Marina,

ich denke, es ist relativ normal, dass man nach einer Schockdiagnose (und der letztlichen Beseitigung) schwer mit der Angst vor einem Rezidiv hat.

Ich leide zwar (glücklicherweise) nicht an Krebs, ich möchte dir aber dennoch kurz schildern, wie ich mit einem recht einschneidenen Erlebnis umgegangen bin.

2005 (damals war ich im zarten Alter von 21 Jahren) hatte ich im Sommer einen Zusammenfall des rechten Lungenflügels (Spontanpneumothorax). Der kam nachts, ich habe mich mit allerletzter Kraft zum nah gelegenen Krankenhaus geschleppt, weil ich zu eitel war den RTW zu rufen. Bis zuletzt dachte ich: Wird schon nix schlimmes sein. Bis mir kurz vor dem Krankenhaus beinnah die Lichter ausgingen, sprich: Ohnmacht. Glücklicherweise wurde eine liebe Passantin auf mich aufmerksam und half mir.

Im Krankenhaus selber ging dann alles ganz schnell - ich weiß noch wie hektisch man mich in die Notaufnahme verfrachtete, dort bekam ich sofort eine Thoraxdrainage gelegt und danach ging es für mich 14 Tage auf die Intensivstation.

Eine Ursache dafür konnten mir die Ärzte nicht benennen, es hieß nur: Bekommen junge, schlanke, hochgewachsene Männer schon mal ganz gern. Und ein Rezidiv ist nicht auszuschließen bzw. sehr wahrscheinlich. Womöglich auch schlimmstenfalls von beiden Lungenflügeln und dann würde ich so schnell Ersticken, dass der Ruf eines RTW`s lediglich ein Traum bliebe. Klingt hart, aber so hat eine Ärztin mir das im Krankenhaus gesagt.

Entsprechend verunsichert verließ ich dann nach vollständiger Genesung wieder das Krankenhaus, auch in der Angst, dass das ja jederzeit wieder kommen könne.

Man muss da sicherlich sehr aufpassen dass einem die eigene Psyche da nicht in die Parade fährt (Stichwort: Psychosomatische Symptome) - Angst ist auch und vor allem bei solch einem Thema ein denkbar schlechtbar Ratgeber, wenn auch völlig menschlich und verständlich.

Ich habe mich die erste Zeit verstärkt abgelenkt und langsam wieder mit Sport begonnen. Ich habe - und das war nicht unbedingt leicht - angefangen meinem Körper wieder ein gewisses Grundvertrauen entgegen zu bringen. Waren mir die eindeutigen Schmerzen dieser Nacht und vor allem auch die Vorzeichen doch bestens bekannt.

Ich denke, das dürfte bei dir mit deiner Geschichte relativ ähnlich sein. Du wirst wissen wie sich die Schmerzen entwickelten und dein Körper wird dir auch in solch einem Fall sicherlich wieder entsprechende Signale geben. Mir hat diese Erkenntnis enorm geholfen.


Liebe Grüße


Mirko
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"...And the answers escape us, when we start to fade. Remember who loved you and the ones who stayed. My Body will fail but my soul will go on. So don`t you get lonely - I`m right where you are...

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19.08.2016 Du bleibst unvergessen!

Geändert von Mirko1984 (01.06.2018 um 01:11 Uhr)
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