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Alt 09.02.2010, 14:59
Conatiz Conatiz ist offline
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Registriert seit: 09.02.2010
Beiträge: 13
Standard Mein Vati ist erlöst.

Hallo.
ich bin neu in diesem Forum.
Mein Vati hat seine Diagnose im August 2007 bekommen. Nachdem er immerwieder schmerzen in der Schulter hatte, und nach Röntgenuntersuchung gesehn wurde das da was ist was da nicht hingehört, begann die Suche nach der Ursache.

Die große Suche ging los. von einem Krankenhaus ins nächste, bis letztendlich bei einer gastroskopie der Speisenröhrenkrebs entdeckt wurde.

Diagnose unheilbar weil zu weit fortgeschritten. Die ärzte wunderten sich das mein Dad nur die Schulter schmerzte. In der Schulter befand sich bereits ein großer Knochentumor. Ebenso wurden in der Leber Metastasen gefunden und an der Wirbelsäule.

Vati sagte dem Krebs den Kampf an. Trotz der diagnose Unheilbar, ließen wir nichts unverscuht. Wir probierten alles aus ließen uns sogar pflanzliche Medis aus den USA schicken welche bei Chemo helfen wieder fit zu werden.

Gut 2 Jahre hat mein Paps durchgestanden mit Chemo Bestrahlung usw. die Metastasen in Leber und Knochen ließen sich gut im Zaum halten, der eigendliche Krebs aber nicht.

Immerwieder setzte er sich neue Ziele. Dann endlich meine Schwester schwanger. darauf hatten wir alle so gehofft.
Im August 09 kam dann mein Kleiner Neffe zur Welt. Das war das größte Glück für meinen Dad.
Dann wurde auch ich schwanger und mein Vati setzte sich sein nächstes Ziel

Leider ging es dann schnell Berg ab. die letzten Beiden CHemos ließen ihn quasi dahin schmelzen. er verlor wahnsinnig an gewicht. Musste immer Wieder Brechen usw.

Es wurde ein Stant eingesetzt, später noch ein zweiter. Der Krebs wuchs nun schon in die bronchien und mein Dad bekam immer schlechter luft. Immerwieder husten. Weihnachten dann konnte er das letzte mal seinen geliebten Weihnachtsbraten essen, danach war es fast unmöglich zu schlucken.

alle nahrung und wasser gingen in die Lunge. Lungenentzündung. Anfang diesen Jahres dann die Entscheidung eine Magensonde zu legen. Immerwieder starke schmerzen trotz Morphiumpumpe. Immer mehr Husten. und Atemnot.

Eigendlich sollte er heut wieder ins Krankenhaus.
Am Samstagabend fand er aber endlich erlösung.

Nach einem Starken Hustenanfall sind wahrscheinlich die Bronchien geplatzt, bzw die Lungenaterie. Ein Blutsturz war die Folge. Er sank in den Armen meiner Mutter zusammen. Der Notarzt stellte den Tod fest.

Er hatte Große Angst, aber er war nicht allein. Jetzt muss er nicht mehr leiden.

Für mich hat er seinen kampf gewonnen. >Vieleicht nicht die wünschenswerte Art, aber der Krebs is besiegt. Der Krebs ist Tod. aber mein Vati lebt in uns weiter. in mir und meinen schwestern.

Leider hat er es nicht mehr geschafft mein Baby kennenzulernen. Aber ich werde alles tun damit mein Baby wenn es in 5 Wochen zur Welt kommt, alles von seinem Opa erfährt.
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