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  #1  
Alt 14.12.2001, 07:28
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Standard Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Liebe Doris,
als ich heute morgen aufgestanden bin musste ich sofort nachschauen ob jemand geschrieben hat. Nun sitze ich hier und heule, aus Freude und Dankbarkeit dass es Menschen gibt die einen verstehen aber auch aus Angst was noch alles kommt. Mir wird erst jetzt bewußt, was ich die ganze Zeit alles mit mir herumgeschleppt habe und es war kein Ventil da, wo ich alles mal ablassen konnte. Mache mir natürlich auch Gedanken, dass ich Euch so mit meinem Problem zumülle. Ihr hat ja alle das gleiche Schicksal und ich muß Euch doch auch unterstützen. Vielleicht ist es auch ein Trost für Euch, dass bei meinem Mann der Krebs zumindest bis jetzt nicht weiter gemacht hat.
Ich danke Dir und Allen anderen, dass ihr mir hier so hilfreich zur Seite steht.
Alles Liebe Brigitte
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  #2  
Alt 14.12.2001, 13:12
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Hallo Christine
Ich denke,dein Vater hat ein bisschen Glück gehabt.Lungenkrebs ist tückisch und streut sehr oft.Gott sei Dank konnte man operieren und es sind nirgends Metastasen.Natürlich stimmt es mich traurig,dass er von den Ärzten so wenig Auskunft erhält.Aber sein Hausarzt bekommt alle Berichte und dort kann er dann Näheres erfahren.
Hast du noch eine Mutter,und wenn ja,hat man ihr auch nichts gesagt?Manchmal scheint es auch so,als wollen die Ärzte den Betroffenen im ersten Moment die Wahrheit verschweigen und sie vielleicht nach solch einer Operation etwas schonen.Das muss nichts schlimmes bedeuten.Ich kann mir durchaus vorstellen,dass du dir Gedanken machst,weil du weit weg wohnst und nicht mitbekommst,was da eigentlich läuft.Also bleibt dir wohl nichts anderes übrig,als zu warten.Das ist schwer und ich wünsche dir,dass du den Mut und die Kraft dazu aufbringst.Denk immer daran,dass du ein grosses Geschenk erhalten hast-Weihnachten kommt und dein Vater ist zu Hause und es geht ihm den Umständen entsprechend gut(wie wir alle hoffen).Mit den besten Grüssen.Wo lebst du eigentlich?Margit.R
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  #3  
Alt 14.12.2001, 13:50
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Liebe Christine,
es ist ganz positiv, daß bei Deinem Schwiegervater noch keine Metastasen gefunden wurden. Dann hoffen wir jetzt alle, daß die Operation alles beseitigt hat. Ich kann mir aber vorstellen, wie man sich ängstigt, wenn man so weit entfernt ist und nicht an Informationen kommt. Margit hat aber recht, vom Hausarzt bekommt ihr sicher alle Auskünfte, sobald er die Berichte vorliegen hat.
Seht ihr euch denn zu den Feiertagen? Ausland ist so ein weiter Begriff. Ich hoffe jedenfalls und natürlich außerdem, daß er die Operation so gut überstanden hat, daß es ihm einigermaßen gutgeht und ihr eine schöne Zeit verbringen werdet. Mach Dich solange nicht mit Deinen Ängsten verrückt, sondern sieh wirklich die positive Seite und warte ab, was der Hausarzt sagt. Liebe Grüße. Kathi
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  #4  
Alt 14.12.2001, 14:36
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Liebe Brigitte,
Dein Bericht war sehr erschütternd. Es ist ja schon so schlimm, wenn man sich mit so einer schrecklichen Situation auseinandersetzen muß, aber wenn der Betroffene, der einem nahe steht, dabei so introvertiert ist, kann man schon verzweifeln. Ich hoffe ganz fest für Dich, daß Du Deinen Mann aus seiner Isolation herausholen kannst. Das bei ihm die Tränen laufen, wenn Du ihn darauf ansprichst, zeigt ja , daß er sehr verzweifelt und verängstigt sein muß, auch wenn er es nicht zugeben mag. Ich denke, Du mußt es einfach weiter versuchen und ihm auch klarmachen, wie zermürbend die Situation für Dich ist. Vielleicht beherzigst Du Doris Rat und druckst 'mal etwas aus. Manche Menshcen brauchen etwas Sichtbares, vor dem man die Augen dann nicht mehr verschließen kann. Versuch es doch einmal.
Jedenfalls bist Du jetzt nicht mehr alleine. Wir denken an Dich und Doris wird Silvester nicht die Einzige sein, die einen Schluck Sekt auf euch beide trinkt. Für Dich und Deinen Mann wünsche ich, daß sich nur die medizinische Situation nicht ändert. Versuche ganz fest, Deine Zuversicht nicht zu verlieren und melde Dich einfach, wenn Dir nach Reden zumute ist. Alles Gute. Kathi
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  #5  
Alt 14.12.2001, 15:44
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An Kathi undDoris,

ihr Lieben Danke für Eure Mitteilungen. Wenn Ihr nur wüsstet wie oft ich mir schon vorgenommen habe meinem Mann alles knallhart zu sagen, wie ich mich fühle, was ich denke usw. aber dann habe ich jedesmal Mitleid mit Ihm und auch Angst alles könnte zusammen brechen. So nach dem Motto, " nur nicht zu feste rütteln, sonst bricht alles entzei ". Ich denke ja auch er hat sich so einen Schutzmantel aufgebaut und hält sich daran fest. Was mache ich, wenn ich ihn womöglich aus seiner Illusion hole und er kippt mir dann voll weg. Zumindest ist er nach außen hin nicht depressiv sondern zeigt sich positiv mit Blick nach vorne.

Ich habe halt auch immer Angst dass der Krebs im verborgenen weitermacht und dass man es erst dann merkt wenn alles zu spät ist. Soll ich Euch mal was sagen: Ich habe eine Scheiss-Angst!!!!! vor dem nächsten Jahr vor der Zukunft.
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  #6  
Alt 14.12.2001, 20:18
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Ach, Brigitte,
ich hatte Dir gearde eine ganz lange Mail aus dem Bauch heraus geschrieben und bin dann geflogen, jetzt bekomme ich das bestimmt nicht noch einmal so hin, aber ich's versuch's mal, wird halt ein bißchen anders dann.
Ich hatte damit angefangen, daß weder Mitleid noch Angst eine konstruktive Basis sein können. Das sind negative Gefühle, die die Seele ganz krank machen. Du mußt Deinen Mann nicht so schwach einschätzen, er wird das packen, wenn Du ihn darauf stößt. Du mußt Dir zuesrst einmal klarmachen, daß Du auch Rechte hast, auch das Recht, glücklich zu sein, wie auch immer sich das momentan gestalten möge, aber es würde sich da bestimmt eine Basis finden, wenn er sich nicht so abkapseln würde. Ihr habt euch einmal versprochen, in guten und in schlechten Tagen für einander da zu sein und zusammenzuhalten. Jetzt ist die Zeit für schlechte Tage, da kann er Dich nicht außen vorstehen lassen. Nutze die Situation, im Augenblick ist das Problem nicht so akut. Wie willst Du an ihn 'rankommen, wenn (ich bete zu Gott, daß das nicht einttreffen möge, Du hast mich schon angesteckt)... Nein, ich mag den Gedankne nicht zu Ende denken.
Ich habe das schon gesagt, auch, oder gerade in schlimmen Zeiten, tröstet Nähe, gibt Kraft und zeigt andere Perspektiven auf, die durchaus positiv sein können. Er darf euch diese Möglichkeit nicht nehmen.
Du denkst, er ist betroffen und für ihn ist es schlimm, aber für Dich ist es das auch, oder eher schlimmer. Für mich persönlich war die Daignose meiner Mutter damals wesentlich schlimmer als meine eigene jetzt. Weißt Du, ich denke, ich habe die Sache selbst in der Hand. Ich kann kämpfen und was auch passiert, ich habe zumindest immer einen gewissen Einfluß. Als Angehöriger hat man das nicht. Man kann Trost spenden, versuchen, jemanden aufzubauen, aber im Prinzip steht man der Situation machtlos gegenüber und ist dem Leiden des Partners hilflos ausgeliefert. Das ist viel schlimmer. Wenn ich mich jetzt sorge, dann weniger darüber, was auf mich zukommt, ich werde das schon meistern, sondern darüber, was meine Lieben in ihrer Hilflosigkeit dann vielleicht durchmachen müssen. Deswegen spreche ich über alles und versuche, sie mit ihren Ängsten nicht alleine zu lassen. Gerade im Moment frage ich mich natürlich, ob dies vielleicht unser letztes gemeinsames Weihnachtsfest wird. Ich arbeite daran, das zu verhindern, aber wenn es so sein sollte, hoffe ich einfach, daß die Menschen, die mir alles bedeuten, so viel Kraft aus unseren Gesprächen geschöpft haben werden, daß sie damit fertig werden und wissen, daß ich immer da bin, denn daran glaube ich ganz fest. Mittlerweile bin ich schon zielmlich sicher, daß wir im Nachhinein diese Zeit als die wertvollste unseres Lebens einordnen werden, denn wir sind uns alle so nah wie níe zuvor, und unser ganzes Leben ist durch Liebe bestimmt.
Du solltest Dir vielleicht auch überlegen, Deine Kinder mit einbeziehen. Sie sind alt genug, um dann für sich selbst zu entscheiden, ob sie überfordert sind oder ob sie auch diesen Weg mit ihren Eltern gehen möchten. Das können sie aber nur, wenn Du offen und ehrlich mit ihnen bist. Du kritisierst das an Deinem Mann, dann darfst Du diesen Fehler nicht auch machen. Dein Mann redet sicher aus Sorge nicht, mach nicht denselben Fehler.
Ich hoffe, das war alles nicht zu direkt, aber wenn, dann nur aus Sorge. Pack dir Deinen Mann mal, rüttel ihn, vergießt ein paar (oder viele) Tränen zusammen und macht dann mal Inventur, wobei ihr die positiven Sachen 'rauskehren müßt. Dann macht einen neuen Anfang und bereitet euch auf Weihnachten vor, das Fest der Liebe.
Ich denk an Dich und bete für Dich und hoffe, daß ihr beiden dank Deiner Initiative aus eurer Isolierung herausfindet. Du wirst das schaffen, da bin ich ganz sicher. Alles Liebe. Kathi
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  #7  
Alt 14.12.2001, 22:17
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Ach kathi!
Ich weiss nicht, warum ich gerade jetzt vor weihnachten auf dieses Forum, auf dich und noch einige andere liebe Menschen gestossen bin. Eigentlich habe ich den glauben an gott schon verloren und jetzt muss ich es wohl als fügung ansehen. du glaubst nicht wieviele anläufe ich mir schon in gedanken vorgenommen habe aber dann............. jedesmal verlies mich der mut alles einmals auszusprechen. ich weiss ja, dass ihr alle mir im grunde nicht helfen könnt. da muss ich ganz alleine durch. nur stell dir vor mein mann kommt abends vom geschäft ( er arbeitet schon seit letztem jahr wieder voll) dann wird abend gegessen und spätestens um 19.30 h liegt er dann im bett. ich bin auch vollzeit beschäftigt und habe einen stressigen job. bis ich dann haushalt, probleme der kinder usw. erledigt habe schläft er schon und so geht ein tag wie der andere vorbei. wir leben friedlich nebeneinander aber nicht miteinander. am 28. januar sind wir 25 jahre verheiratet und dieser tag wird vorbei gehen wie jeder andere.
so unverständlich wie es für dich vielleicht sein wird ich traue mich nicht diesen frieden ???!!! zu stören. mein einzigster trost ist mein pferd. mit dem beschäftige ich mich gerne da sind die gedanken frei und mit ihm spreche ich oft auch über meine probleme. wenn ich mit ihm ausreiten gehe fühle ich mich frei und kann auch mal richtig abschalten.
ich habe schon ein schlechtes gewissen dass ich dich so volljammere wo du doch deine ganze energie für dich brauchst. du mußt dich nicht sorgen es tut mir schon gut wenn ich meine sorgen einmal loswerden kann.
liebe grüße brigitte
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  #8  
Alt 15.12.2001, 21:07
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Standard Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Hallo Brigitte,
Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du hier im Forum Deine Gedanken, Gefühle und Ängste niederschreibst. Weisst Du, wir sitzen alle in einem Boot und es ist wichtig, dass man sich mal alles von der Seele schreibt. Vielleicht braucht Dein Mann eine ganz lange Zeit, um sich selbst mal mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Im Augenblick sprechen mein Mann und ich gar nicht darüber. Wir geniessen einfach jede Stunde. Zum Glück bin ich zur Zeit in Altersteilzeit, so dass ich mich ganz auf ihn konzentrieren kann. Meinem Mann geht es sehr schlecht. Die Metastasen im Hirn lösen so einiges aus. Aber ich will nicht klagen, wir haben schon schlimmere Tage hinter uns. Brigitte, gib die Hoffnung nicht auf und gehe behutsam mit Deinem Mann um. Ich wünsche Dir einen geruhsamen 3. Advent.
Es grüsst Dich Dodo
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  #9  
Alt 07.10.2005, 14:21
gismo gismo ist offline
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Standard AW: Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Hallo allerseits, ich bin heute zum ersten Mal im Forum.
Meine Frau hat fortgeschrittenen Brustkrebs und Lungenkrebs mit 6 großen Metastasen.
Sie erhielt Herceptin, hat aber nichts geholfen. Jetzt soll die Chemo kommen, die will sie aber nicht, wegen der Lebensqualität.
Sie unterhält sich nur mit mir, ich würde die Chemo nehmen, denn dann ist ja noch ein bißchen Hoffnung. Kann man das von Ihr verlangen? Sie hat im Moment kein Ziel vor den Augen. Ihr größter Wunsch, mal mit Schlittenhunden zu fahren ist auch nicht mehr relevant. Bedeutet dies schon Sterben, jeden Tag ein Bißchen mehr?
Gebt mir doch bitte mal einen Rat.
gismo
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  #10  
Alt 08.10.2005, 00:36
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Jutta F. Jutta F. ist offline
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Standard AW: Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Hallo Liz und Willy,

Danke für die guten Wünsche, wir werden die 1 Woche richtig geniessen !!!
Da Hartmuth mit Außnahme der Wochenenden jeden Tag, insgesamt 41 x bestrahlt wurde, kannst Du Dir denken, daß es ganz ohne Wasser garnicht möglich gewesen wäre. Er hat sich ab Bauch abwärts immer geduscht und mit einem Waschlappen unter den Achseln
" hantiert ". Bei uns hat man die Folie zum Abdecken leider nicht, schade, wäre super gewesen !!!
Mein Hattemutte hätte halt so gerne mal wieder ein ausgiebiges Wannenbad genossen, muß er halt noch ein bißchen damit warten.

Jetzt muß ich aber mal ein bißchen mit Dir schimpfen... Dir geht es doch im Moment garnicht gut und dann wäscht Du noch wie verrückt die Wäsche ????? Solltest Dich besser schonen und nicht so viel arbeiten. Wie ist denn Dein heutiger Arztbesuch ausgefallen ? Hat man alle Untersuchungen machen können oder hat man Dich wieder vertröstet ? Wie verarbeitet Willy die neue Situation? Ich hoffe diese Frage war nicht zu persönlich, aber ich kann mich noch daran erinnern, daß Du Schwierigkeiten hattest mit ihm über Deine Erkrankung zu reden. Ich hoffe, Deine Familie steht nun zu Dir wie Du all die Jahre immer für sie da warst.
Ich schicke Euch viele knuddelige Umarmungen und ganz liebe Grüße
Jutta F.
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  #11  
Alt 08.10.2005, 03:22
Liz und Willy Liz und Willy ist offline
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Standard AW: Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Liebe Jutta und Hattemutte

Geniesst die kommende Woche, hoffen für euch, dass sich noch viel Sonnschein dazu gesellt, wäre doch die Krönung so richtige tolle Herbsttage zu geniessen oder?

Liebe Christa

Haben es auch nicht auf uns als "die lustlosen" gemünzt, sondenr auch allgemein gehalten Es ist einfach so jeder braucht sien eigenes Tempo, es gibt Zeiten wo man in sich einkehren will oder gar muss, und nur mit mühe kann man aus sich selber heraus. Und dann gibt es Tage wo man mitten drin sein kann.

heute war es sehr anstrenmgend mit den Untersuchungen, und doch sind noch nicht alle gemacht, eine musste wegen den Schmerzen sogar abgebrochen werden. Nächste Woche geht es weiter. Dann Besprechung in der Tumorenkonferenz und dann endlich Resultate.

Eine super schönen Tag wünschen wir allen liebe Grüsse Liz und Willy
__________________
***

Willy 54 J. LK Pancoast Tumor Adeno. ES 8/02 ED 11/02, Radio-Chemo, Op. 2/03 seither Teilgelähmt, O2-abhängig
Liz MS im Rolli. Gebärm.ca. 8/05
Mami 10.4.1934 - 7.9.2009
inoper. Hirntumor 10/07, Blasenkrebs 1/09
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Unsere Welt:
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GEMEINSAM SIND WIR STARK - seit 30 Jahren das DOPPELPÄGGLI!
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  #12  
Alt 09.10.2005, 02:24
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Standard AW: Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Hallo liebe Liz,

dieses Wartebänkchen scheint für uns reserviert zu sein, auch wir haben am Donnerstag den 17.10 ein Gespräch mit dem Doc über das Resultat der Röntgentherapie und wie es jetzt weiter gehen soll mit meinem Hattemutte. Die Ungewissheit zerrt mal wieder an den Nerven und es ist gut, daß man sich in der herbstlichen Natur etwas ablenken kann. Bei uns strahlen die Bäume in den schönsten Farben und wir haben es richtig genossen. Allerdings war Hartmuth auch etwas traurig, er meinte so zu mir : " Ob ich das wohl nächstes Jahr wieder sehen darf ". da mußte ich ganz schön schlucken und habe ihn erstmal in den Arm genommen. Manchmal kommt halt doch so ein bißchen Hoffnungslosigkeit bei ihm durch und ich muß ihn dann ganz schnell wieder aufpäppeln....
Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag, sende ganz viele liebe Grüße
Eure Jutta F.
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  #13  
Alt 13.10.2005, 01:02
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Jutta F. Jutta F. ist offline
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Standard AW: Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Guten Morgen liebe Liz,

Freue mich sehr, auch von Dir zu hören... Mensch heute Nacht ist ja richtig was los hier, bin ganz happy !!!
Wie geht es Dir meine Liebe, hatte mich mit den Daten und dem Wartebänkchen etwas vertan, unser Termin ist heute um 10 Uhr 45 und Deiner wäre am 17., also Montag ? Manchmal bin ich schon ein " Schusseltier ", ich hoffe, Du hast etwas Nachsicht mit mir.
Mein Hattemutte schläft schon, nur ich habe irgendwie nicht die Ruhe dazu, bin nervlich ganz schön angespannt ! Dieses ewige Auf und Ab macht einen ganz kribbelig und ich bin ehrlich gesagt froh, daß diese " Ruhewoche " nun vorbei ist und es morgen weiter geht, weiter auf dem Weg der " Knubbelvernichtung "
Ich werde mich spätestens morgen Nacht hier wieder melden und Euch von einem hoffentlich positivem Gespräch berichten.
Wäre sehr schön, wenn Du mal wieder schreiben würdest wie es Dir geht und ich meine auch DICH und DEINE Probleme !!!
liebe knuddelige Grüße
Jutta
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  #14  
Alt 15.12.2001, 23:00
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Hallo,
bei mir ist Ende 1994 Lungenkrebs festgestellt worden, jan. 95 ist mir ein Lungenflügel entfernt worden, und ich lebe im Dezember 2001 immer noch. Lasst Euch nicht unterkriegen. Man kann auch überleben.
Liebe Grüsse
Edel.
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  #15  
Alt 15.12.2001, 23:31
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Standard Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr

Hallo Edel,

vielen lieben Dank für deine Nachricht, es tut immer wieder sooo gut zu hören, dass dieser Sch*-Krebs nicht unbesiegbar ist! Du hättest sie gaaaanz fett schreiben sollen, damit sie auch jedem sofort ins Auge sticht :-)

Danke, ich umarm' dich ganz feste dafür!

Und an alle, die im Frankfurter Raum wohnen:

Eigentlich auf der Suche nach einer Adresse einer Selbsthilfegruppe sind wir auf die Krebsgesellschaft in Frankfurt gestossen (http://www.krebsgesellschaft.de).

Mein Vater hat ein nichtkleinzelliges BC, z.Zt. geht es ihm leider gar nicht gut, und meine Mutter ist mit den Nerven am Ende und brauchte sooo dringend jemanden zum Reden. Sie und ich sprechen zwar viel miteinander, aber manchmal habe ich das Gefühl, sie hält sich zurück, zum einen, um mich nicht weiter zu belasten, zum anderen, um nicht mir gegenüber schlecht von meinem Vater zu reden, der mittlerweile oft sehr aggressiv und ungerecht ist. Am Donnerstag hatte sie jetzt einen Termin bei der Krebsgesellschaft (und sie sieht so schlecht aus, dass sie sofort gefragt worden ist, ob SIE betroffen wäre!), und es hat ihr offensichtlich sehr gut getan. Sie erzählte, sie hätte relativ wenig gefragt, nur über Schmerztherapie (und viele Infos bekommen) und sich quasi eine Stunde lang "ausgekotzt" und alle wären unglaublich nett und verständnisvoll gewesen und hätten ihr sehr geholfen. Und weil es leider keine Selbsthilfegruppe hier gibt, wurde ihr angeboten, nochmal wiederzukommen, und vor Weihnachten will sie nochmal hingehen. Das Ganze ist übrigens kostenlos!

Man fühlt sich als Angehöriger so hilflos und da tut es gut zu wissen, dass man mit jemandem sprechen kann und nicht nur über streng medizinisches. Wir können die Krebsgesellschaft nur empfehlen (der Besuch der HP lohnt sich übrigens auch!)

Alles Liebe und einen schönen 3. Advent!
Janka
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