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Alt Gestern, 13:35
CarltonLeach CarltonLeach ist offline
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Standard Mein Fall: Adenokarzinom Stadium 4

Liebes Forum,

bei mir (Männlich, 34 Jahre alt) wurde im Januar 2018 ein Adenokarzinom im Stadium 4 diagnostiziert. Aufgrund des Stadiums wurde initial keine TNM Formel erstellt. Das CT zeigte diverse vergrößerte Lymphknoten im Bauch-, Hals- und Schulterbereich, sowie 2 Metastasen suspekte Raumforderungen der Leber. Der Primarius befand sich zwischen Magen und Speiseröhre, hatte eine Länge von ca. 6 cm, das Grading entsprach der Stufe 1 (G1). Nach einer Tumorkonferenz folgten 8 Zyklen FLOT Chemotherapie und im Anschluss eine weitere CT Aufnahme und Magenspiegelung: Hierbei zeigten sich die vormals vergrößerten Lymphknoten deutlichst größenregredient (Rückgang um 95% gemäß der Referenzmessungen) und die durch die Magenspiegelung erhobenen Biopsien enthielten keine aktiven Tumorzellen mehr. Es kam zu einer weiteren Tumorkonferenz und man empfahl mir eine chirurgische Resektion des Primarius (Ivor Lewis Verfahren sprich Magenhochzug), eine Resektion der vormals vergrößerten Lymphknoten, sowie eine Hemihepatektomie. Ich stimmte allem zu und lies mich in einer renommierten Uniklinik 2x operieren (Zunächst Ivor Lewis OP & Lymphadenektomie, dann Hemihepatektomie & weitere Lymphadenektomie). Die Histologie war klasse, denn es konnten keine Krebszellen im Resektat nachgewiesen werden und ich habe eine komplette pathologische Remission erreicht: Tumorformel somit T0N0M0. Die Operationen sind nun knapp 6 Monate her und meine Lebensqualität ist leider immer noch wirklich miserabel: Ich habe sämtliche Muskeln sowie ca. 15 kg Körpergewicht eingebüßt, mein vorderer Oberkörper fühlt sich an, als ob mehrere Stahlplatten implantiert worden wären. Treppensteigen erzeugt Luftnot, Krankengymnastik und Fitness Training bringen nur minimale Verbesserungen. Die direkt nach dem Krankenhausaufenthalt erfolgte AHB hatte ebenfalls leider keinen positiven Effekt. Es ist echt zum Verzweifeln! Ich war zuvor sportlich und athletisch, jetzt strengen mich kleinste Tätigkeiten sehr stark an. Essen klappt gut, jedoch scheint die Verwertung nicht zu funktionieren (nehme nicht zu, aber zumindest auch nicht mehr ab).

Wie lange hat es bei Euch nach der OP gedauert bis ihr wieder eine akzeptable Lebensqualität erreicht habt?

Danke,
Carlton

Geändert von CarltonLeach (Gestern um 14:44 Uhr)
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