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  #1  
Alt 19.08.2007, 13:11
Die Motte Die Motte ist offline
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Standard Medikamente

Hallo an alle,

Also, meine Freundin hatte vor ungefähr zwei bis drei Jahren Krebs (sie ist jetzt 18) woraufhin ihr die Eierstöcke entfernt wurden. Nun bekommt sie verschiedene Medikamente, momentan Gynokadin, eine Salbe die ihr weibliche Hormone zuführt, jedoch habe ich das Gefühl, als würde das ganze nicht richtig wirken. Sie hat immer noch Hitzewallungen und einfach keine Lust mehr auf Sex. Weiß vielleicht jemand ein anderes Medikament, dass besser hilft? Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem und kann Rat geben. Ich bedanke mich im Voraus für die Antworten!
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  #2  
Alt 19.08.2007, 13:45
bibest bibest ist offline
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Liebe Motte,

da gibt es schon Medikamente, sie sollte das aber grüdlich mit einer Frauenärztin besprechen und vielleicht auch noch mit dem Onkologen. Das Neueste:
Pflaster: Intrinsa, die enthalten Testosteron und sind besonders zugelassen für Frauen die nach Entfernung der Eierstöcke einen Verlust des sexuellen Verlangens erleiden. Diese Pflaster werden auf die Haut geklebt. Sind natürlich verschreibungspflichtig.

Das Östrogengel (z.B. Gynokadin) wird gleichzeitg genommen. Es kann sein, dass das zu niedrig dosiert ist. Aber die Ärzte bleiben gern an der unteren Dosisgrenze weil das Brustkrebsrisiko erhöht werden könnte.
Deswegen der Rat das gründlich mit einem Arzt zu besprechen der den Befund gut kennt.
Pflanzlich könnte sie gegen die Hitzewallungen remifemin oder remifemin plus benutzen. Der Link dazu:
http://www.wechseljahre-remifemin.de...emin/index.php
Das ist in der Apotheke frei erhältlich.
Vielleicht hilft auch eine psychologische Betreuung die Körperwahrnehmung zu verbessern. Und natürlich der geeignete Partner...

Leidet sie denn selber unter dem Mangel an Verlangen? Vielleicht ist der Heilungsprozess auch noch nicht so weit.
Gruß Birgit
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  #3  
Alt 19.08.2007, 17:00
Benutzerbild von Christine R.
Christine R. Christine R. ist offline
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Hallo Motte

ich selbst verwende Gynokadin Gel und habe bei der mir empfohlenen Menge (2 Hubs) den Eindruck gehabt, dass ich trotzdem leichte Wechseljahresbeschwerden habe.
Meine Prof. hat dann mit mir die Umstellung auf Liviella besprochen und mir aber Bedenkzeit gegeben, um mich zu entscheiden.
Der Vorteil des Gels ist halt , dass die Leber nicht belastet wird, im Gegensatz zur Tabletteneinnahme.

Die 2 Hubs habe ich am Abend immer verteilt.
Eigentlich hatte die Idee mein Mann , die Gesamtmenge auf zweimal zu verteilen . Jetzt nehme ich eine Dosis am morgen und eine am abend.
Das Ergebnis ist, dass ich so gut wie keine Wechseljahresbeschwerden mehr habe und mich sehr sehr wohl fühle.

Ich habe auch schon vorher versucht etwas herunterzudosieren, aber da geht es mir einfach "schlechter". (1 Hub pro Tag) Die ganze Palette der Wechseljahresbeschwerden. Schlimme Hitzewallungen, Gelenkschmerzen , Stimmungsschwankungen, extrem trockene Haut und Schleimhäute.......
Unvorstellbar für mich ohne dieses Mittel zu sein.
Jetzt nehme ich wieder mein 2 Hub (wohlgemerkt auf morgen und abend verteilt) und es geht mir prima
Mir geht die Lebensqualität vor dem evt leicht erhöhten Brustkrebsrisiko, was bei Monopräparaten wie Östrogen ja eh nicht erwähnenswert ist. Die Studien wurden ja fast ausschliesslich auf Kombipräparate mit Gestagen und Oestrogen bezogen!
Zudem habe ich eine ganz engmaschige MRT-Kontrolle der Brust

Viele Grüsse und alles Gute für deine Freundin

Christine
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  #4  
Alt 19.08.2007, 18:52
bibest bibest ist offline
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Hallo,

Christine, ich machs genau wie Du, morgens ein Hub, links, abends ein Hub rechts.
Das klappt bei mir viel besser als zwei Hubs auf einmal, da fange ich an zu frieren und 12 Stunden später schwitz ich wieder.
Gynokadin steigert allerdings das sexuelle Verlangen nicht.
(finde ich persönlich nicht tragisch.)
lieben Gruß Birgit
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  #5  
Alt 19.08.2007, 21:38
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Christine R. Christine R. ist offline
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Hallo Birgit

danke für dein Feedback. Mein sexuelles Verlangen, das so still und leise ist, das ich es kaum hören und fühlen kann, erfährt durch das Gel keinen Schub
Finde ich aber genauso wie du, ebenfalls nicht tragisch.

Meine Prof. hat mich auf diesen Punkt ebenfalls angesprochen, und mir das Testosteron Pflaster vorgeschlagen, falls das für mich und meinen Mann ein Problem wäre.
Ist es aber in keinster Weise , wenn auch manche dies evt gar nicht verstehen können.
Bin selber über mich verwundert, normalerweise wäre ich etwas zu "gschamig" wie man im bayrischen sagt, um darüber zu schreiben.

Mein Mann, der bei dem Gespäch mit meiner Prof dabei war meinte nur , ich sollte mir doch jetzt kein Testosteron Pflaster aufkleben und damit evt. irgendwelche Risiken der Zellveränderung heraufbeschwören nur damit ich zur "wilden Hummel " mutiere

Glück in der Ehe definiert sich eben auch durch viele andere Dinge. Und wir beide fühlen uns pudelwohl.
Und manchmal kommt der Appetit ja beim Essen, was soll ich mich da unbekannter Langzeitrisiken eines Testosteronpflasters aussetzen ???

Aber jedem das seine und jeder soll es so handhaben wie es für ihn gut ist.

Schönen Abend liebe Birgit

Christine
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  #6  
Alt 20.08.2007, 17:14
Die Motte Die Motte ist offline
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Ich bedanke mich herzlich für die Antworten und Tips. Es sollte keineswegs so aussehen, als würde sich in unserer Beziehung alles nur um Sex drehen. Ich zeige auch Verständis für das alles, wo es nur geht, allerdings sind wir 18 Jahre und ich halte es doch für ganz normal, dass man da (grade als Mann) gewisse Bedürfnisse hat. Klingt alles sehr banal, ich weiß. Es ist auch nicht so, als könnte ich damitnicht leben oder als wäre es ein Trennungsgrund für mich, aber es wäre doch schon schöner, wenn man darauf nicht verzichten müsste. Nur möchte ich mein Blümchen auch keine unnötigen Risiken aussetzen würde ich gern ein paar nähere Infos zu diesen Testasteron Pflaster haben, wenn jemand dazu etwas weiß
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  #7  
Alt 21.08.2007, 09:55
bibest bibest ist offline
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Hallo Motte,

wenn du einen Computer hats hilft Dir Google oder eine andere Suchmaschine. Einfach Intrinsa eingeben.

Ich denke Ihr solltet eine gemiensamne Termin bei einem Frauenarzt ausmachen und Euch gründlich beraten lassen.
Da muss die gesamte Situation betrachtet werden und auch die Pathologie des Tumors berücksichtigt werden.

Gruß Birgit
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