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Alt 27.02.2019, 16:52
mixxer mixxer ist offline
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Registriert seit: 26.10.2018
Beiträge: 18
Standard Thrombose im Arm nach Port

Hallo zusammen,
Meine Chemo ist jetzt schon etwas her und der Port musste mir auch entfernt werden. Im Nachgang wurde dann festgestellt, dass ich eine Thrombose in der Vena subclavia habe, also hinter dem Schlüsselbein. Bekomme jetzt erstmal blutverdünnende Medikamente.
Ich merke eigentlich nur was bei Belastung des Armes, also Gewichtheben bspw., dann spannt der Arm und wird dunkelrot. Die Vene hat sich teilweise schon rekanalsiert und Umgehungsvenen haben sich unter der Haut gebildet. Ich glaube das die Thrombose vor etwa 2 Monaten entstanden ist....
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht mit Thrombosen im Portarm und wie sich das ganze entwickelt hat? Wäre für jede Info dankbar!
Viele Grüße
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  #2  
Alt 04.03.2019, 22:56
MaraM MaraM ist offline
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Registriert seit: 06.03.2015
Ort: Südost Niedersachsen
Beiträge: 85
Standard AW: Thrombose im Arm nach Port

Hallo Mixxer,

ich hatte eine Thrombose auf der Portseite, also rechts, allerdings etwa 2 Monate nach der Implantation und während meiner Folfox Chemo. Das ist jetzt 4 Jahre her.

Die Symptome waren so: Als die Arzthelferin mir aus der rechten Armvene Blut entnahm, wollte keins kommen und es tat auch sehr weh. Sie hat dann einfach die andere Seite genommen, und keiner hat sich was dabei gedacht.

Ein paar Tage später war mein Arm dick und tat sehr weh (allerdings nicht blau oder rot).
Da ich sowieso ins KH zur Chemo musste, habe ich denen das gezeigt und wurde gleich zum Angiologen im gleichen Haus geschickt. Der hat dann sofort Ultraschall gemacht (Dopplersono).

Drei Armvenen waren komplett dicht, die unter der Achsel, die oben drauf und die Schlüsselbeinvene.

Daraufhin musste ich mehrere Monate den Arm fest wickeln, am Anfang hat mein Mann mir geholfen. Danach, als die Schwellung nicht mehr schwankte, habe ich einen Gummistrumpf bekommen.

Ausserdem musste ich ca. 10 Monate niedermolekulares Heparin spritzen, danach bis heute einen Gerinnungshemmer in Tablettenform, allerdings in sehr geringer Dosis.

Zum Glück ist so gut wie alles rekanalisiert, also wieder frei, der Arm ist ganz leicht dicker als der andere, sieht man aber nur, wenn man es weiß. Wenn es sehr heiß und schwül ist und ich den Arm sehr viel bewege, wird es auch mal dicker.

Am Anfang musste ich alle drei Monate zur Kontrolle, jetzt nur noch jährlich. Der Angiologie mein, wenn mein Port rauskommt, kann es sich auch noch weiter verbessern.
Im Alltag merke ich gar nix, den Strumpf trage ich auch schon lange nicht mehr, weil es bei meiner Arbeit sehr unpraktisch wäre.

Weil meine Mutter schon mehrere Thrombosen hatte, wurde bei mir getestet, ob ich eine ererbte Thromboseneigung habe, was der Fall ist.

Bei mir hätte das Heparin nach der Darmkrebs OP nicht nach den üblichen paar Tagen abgesetzt werden dürfen....
Kaum wurde 6 Wochen später der Port implantiert, hatte ich sie am Hals. Hinterher ist man immer schlauer.

Manche Krebsarten begünstigen aber auch Thrombosen, auf diese Weise wird sogar manchmal der Krebs erst entdeckt!

Wenn Du noch andere Fragen hast, gerne nachfragen....

Beste Grüße,

MaraM
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