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  #1276  
Alt 03.05.2018, 23:59
Michael 1969 Michael 1969 ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Hallo Meliur,

habe hier heute mal ein paar neue Beiträge gelesen. Bin dann bei dir mit den weiteren Betroffenen aus deiner Zeit hängen geblieben.
Ich finde es super, nach alle den Jahren von so was zu lesen, vor allen euch geht es den Umständen entsprechend und ihr lebt.
Gibt anderen Mut. Macht weiter so.
Gruß

Michael
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  #1277  
Alt 04.05.2018, 20:50
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meliur meliur ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Guten Abend zusammen,

hey, hier im Thread regt sich ja wieder richtig was
Galgant, wie schön, dass Du vorbeischaust - und noch schöner, dass es Dir einigermaßen gut geht. Eben habe ich nochmal Deinen Beitrag von davor gelesen (vor 5 Jahren war das!), und Du hattest noch ziemlich zu tun mit Deiner Hüfte und dem Becken, das Laufen fiel Dir schwer... Wie hat sich das entwickelt? Wie sind die Knochendichte-Werte?
Bei mir geht sie leider in der Wirbelsäule nicht zurück, sondern stetig, wenn auch ganz leicht, nach oben. Da spielt wohl das Alter auch eine Rolle. Die Werte der übrigen Stellen stagnieren, der Oberschenkelhals ist weiterhin im grünen Bereich, immerhin. Ich nehme weiter Calcium und ein substituiere die fehlenden Hormone - natürlich unter regelmäßiger Kontrolle. Aber im Alltag merke ich nichts von der Osteoporose, gottlob, und kann weiter Sport machen.
Hallo Michael, willkommen hier! Bist Du auch betroffen oder Angehöriger? Ich war einfach zu lange nicht mehr hier unterwegs, um das zu wissen...
Jedenfalls freut es mich, dass Dir unsere Beiträge Mut machen - genau so sind sie doch gedacht!

Liebe Grüße Euch allen und schönes Wochenende,
meliur
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  #1278  
Alt 08.05.2018, 07:35
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Ihr lieben Weggefährten und neuen Leser
Wie schön, von Euch zu lesen! Bobby und Teddy, ich freue mich sehr über Eure Zeilen. Und meliur, ohne Deine Mail hätte ich sicher gar nicht reingeschaut. Da bin ich wirklich ganz weit entfernt von. Danke Dir!
Ich lese so gern, dass es Euch gut geht und Ihr wieder eine gute Lebensform gefunden habt. Wer hätte das damals gedacht, oder?
Und wieder eine Fußball-WM, nicht wahr, meliur? Wie 2006. Daran hängen ja sicher viele Emotionen. Und eine Kolo hast Du vor Dir? Ich schiebe meine gerade und bin am Forschen, ob es vertretbar ist, auf 5 Jahre zu gehen. Scheint so zu sein, habe eine supergute Antwort vom KID bekommen. Ich muss noch mit mir selbst verhandeln, merke aber, dass eine Kolo zusehends eher Belastung denn Entlastung ist und mein Sicherheitsdenken nicht mehr so stark im Fokus ist. Ich bin ein wenig lässiger geworden
Ansonsten bin ich hyperaktiv mit meiner Familie, ich arbeite in unserer Firma im Büro und bin Initiatoren und Koordinatorin mit meiner Freundin in unserem Verein, der na klar Familien unterstützt, in denen ein Elternteil schwer erkrankt ist. Das ist eine tief zufriedenstellende Arbeit, da ich aktiv etwas tun kann, um die Menschen zu unterstützen. Auch im Trauerbereich sind wir ganz stark geworden und haben eine Auge auf die Kinder.
Soviel von mir Klasse, ich freue mich sehr und wünsche Euch einen ganz tollen, sonnigen Tag.
Liebe Grüsse
hope
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am 02.05.2006 Rektum-Ca-Diagnose, Chemo+Bestrahlung, OP im August 2006, danach von 11/06 bis 02/07 adjuvante Chemo, Anlage eines Ileostomas, Rückverlegung in 01/09

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  #1279  
Alt 09.05.2018, 23:11
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meliur meliur ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Guten Abend Ihr Lieben,

hope, wie schön, dass Du Dich auch gemeldet hast - es kommt mir vor, als meldeten wir uns hier als Forums-Rentnerinnen zu Wort
Stimmt, jetzt ist wieder WM - und ich denke, dass sich dieser neue Kreis auch neuerlich auf positive Weise schließt. Ich hab mir mal die website Eures Vereins angeschaut, hope, das ist ja echt toll, was Ihr da macht - und ich bin sicher, dass Euch die Kundschaft da so schnell nicht ausgeht. Eine ganz wichtige Lücke, die Ihr da schließt mit Eurer Initiative, und ich glaube Dir sofort, dass diese Arbeit, wenn sie auch bestimmt manchmal ganz schön anstrengend ist, unterm Strich sehr zufrieden machen kann - weil man einfach sieht, dass man helfen kann, abfedern, unterstützen. Und Ihr sicher auch schon oft große Dankbarkeit als Rückmeldung bekommen habt. Man spürt wahrscheinlich jeden Tag, dass das Sinn hat, was man da tut. Und ich kann mir kaum jemand besser bei einer solchen Tätigkeit vorstellen als Dich!
Wie vielen von uns fehlt diese Sinnhaftigkeit wahrscheinlich in unserem Job, in dem wir uns manchmal aufreiben und an den Rand unserer Kräfte bringen - und uns auch immer wieder fragen müssen, wozu das alles...

Es geht mir wie Dir mit der Kolo: Das alles ist inzwischen ganz schön weit in die Ferne gerückt. Ich fühle mich in meinem Körper wieder sehr zuhause (das hätte ich mir vor 11 Jahren nicht träumen lassen, dass sich dieses Gefühl wieder einstellen könnte!), sodass das Sicherheitsdenken nicht mehr besonders präsent ist.
Aber gut, die 3 Jahre seit der letzten Koloskopie sind um, und bei mir war es ja mit dieser Polyposis doch auch nochmal ein besonderer Fall - ich will nicht, dass da klammheimlich in den Jahren zwischen den Kolos allerlei nachwächst und munter größer wird...
Meine nächste Kolo ist jetzt übrigens erst Ende Juli, hab also noch eine Gnadenfrist... So lange lass ich den Thread hier mal noch offen, damit ich Euch dann hoffentlich noch eine gute Nachricht schreiben kann. Und dann können die Sommerferien kommen Wie hieß nochmal das Präparat, das Du mir zur Vorbereitung empfohlen hattest: Citrafleet? - Denn ich war damals Deiner Empfehlung gefolgt und kriegte das echt besser runter als Fleet (ganz zu schweigen von diesem anderen Granulat, was man gleich literweise in Wasser aufgelöst in sich reinkippen muss... Da wurde mir - Pawlow lässt grüßen - am Ende schon beim Anblick der Tütchen so übel, dass ich würgen musste )

Euch allen, samt stillen Mitlesern, alles Gute und liebe Grüße!
meliur
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  #1280  
Alt 27.05.2018, 20:18
jf80 jf80 ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Hallo ihr Lieben!
Ich melde mich auch mal kurz wieder. Oh mein Gott. Es ist so viel Zeit vergangen und ihr seid alle noch da. Fühlt euch erstmal ganz fest von mir gedrückt.
Ganz kurz, ich wohne immer noch in Berlin, habe mir aber damals als mein Freund ausgezogen ist, die Wohnung so richtig schön gemacht. Ich arbeite jetzt seit 2 Jahren in einer hausärztlichen Praxis. Ich lasse immer noch jedes Jahr einmal ne Kolo durchführen. Bisher war immer alles ok. Und ich reise viel. Vor allem gern an die Ostsee.
Ganz liebe Grüße
Jana

Und stimmt damals die WM 2006 hat mein Leben verändert. Das ist ein Treffen der Oldies ( obwohl ich erst 37 bin)�� . Und ich hab euch nicht vergessen. Keiner konnte mir so gut beistehen wie ihr. Mit so vielen Tipps etc. DAS werde ich nie vergessen. Leider hat mich der Alltag wieder zu sehr eingeholt. Was auf der einen Seite auch gut ist. Und trotzdem denke ich immer wieder an euch. Was macht meine hope, meine meliur oder jutta?
Liebe Grüße wünscht Jana.

Geändert von gitti2002 (27.05.2018 um 22:39 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt
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  #1281  
Alt 01.06.2018, 11:07
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meliur meliur ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Liebe Jana,

wie schööön, von Dir zu lesen! Das klingt alles echt gut, was Du erzählst.
Ist das nicht gut, dass und wie wir es alle bis jetzt geschafft haben?
Solche Momente wie das Wieder"sehen" mit Euch machen mir das wieder so richtig bewusst. Wer von uns hätte sich das vor 11, 12 Jahren träumen lassen?
Mein Leben ist auch fast wieder ganz normal. Ich wohne noch in derselben Stadt und Whg wie damals, arbeite seit Jahren wieder zu 75% wie vor der Diagnose, vor bald 4 Jahren haben mein langjähriger Freund und ich geheiratet, seit etwa 2010 bin ich fast jedes Jahr einen Halbmarathon gelaufen (dieses Jahr nicht, weil ich Schwierigkeiten mit dem Knie hatte), hatte letztes Jahr ein sabbatical, in dem ich viel gereist bin und mich so am Leben gefreut habe.
Was will man mehr?

Weil Du fragst, Jana: hope gibt es noch, wie Du siehst, sie hat sich ja auch hier gemeldet. Jutta ist wohl schon seit längerem nicht mehr im Forum, hat Gitti erzählt, aber nicht aus gesundheitlichen Gründen (ich hatte gleich angefangen, mir Sorgen zu machen, gottlob grundlos).
Und wer weiß, vielleicht melden sich ja noch andere von früher?

Ganz liebe Grüße an Dich und alle anderen - und einen wunderschönen Juni wünsch ich Euch allen!

meliur
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  #1282  
Alt 06.06.2018, 17:07
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Hallo Ihr Lieben,

ein Wochenende voller Überraschungen - ich bin, nachdem die Bauchkrämpfe immer heftiger wurden und das Erbrechen gar nicht mehr aufhören wollte, abends in der Notaufnahme der Uniklinik gelandet. Warum ist man eigentlich gerade, wenn sowas passiert, allein zuhause? Gottlob hat mir mein Schatz aus der Ferne die Handynr. einer befreundeten Ärztin gesmst. Als sie kam, meinte sie mit einem Blick: Sofort Notaufnahme... Dort bin ich dann auch gleich mal zusammengeklappt. Nach Schmerzmitteln kam ich irgendwann wieder einigermaßen zur Besinnung, Abdomen-Sono und CT ergaben keinen klaren Befund, die Nacht hab ich verkabelt auf der Intensivstation verbracht, war aber glücklicherweise echt schmerzfrei, die Krämpfe hatten aufgehört, und konnte schlafen. Am nächsten Morgen nochmal Sono, Stuhlgang klappte, das Frühstück behielt ich drin, der erneute Check der Blutwerte ergab einen deutlichen Rückgang der Leukos, und irgendwann wurde ich dann komplett entkabelt, stand auf und spazierte direkt aus der Intensivstation nach Hause (ich wohn nicht weit von der Klinik) - die Krankenschwester, die mich verabschiedete, meinte lächelnd, sowas hätten sie hier auch nicht oft...

Nach dem Durchlesen des Berichts und einem Gespräch mit meinem Gastroenterologen zeichnet sich ab, dass es ziemlich wahrscheinlich ein Ileus war. Aufgrund der Verwachsungen, die sich nach der großen Darm-OP vor 12 Jahren durch das Narbengewebe bilden können, sind wir Betroffenen wohl Leute mit einem größeren Risiko für so etwas. Wenn die Peristaltik mal heftiger wird, kann sich der Darm bei uns leichter verwickeln und sogar abschnüren, d.h. es kann ein Darmverschluss entstehen. Eigentlich ganz gut, dass ich in dem Moment, in dem ein Arzt, ein Pfleger und eine Krankenschwester gleichzeitig um mich rum immer hektischer wurden, mir nicht dessen bewusst war, dass die Situation möglicherweise lebensbedrohlich ist - sie waren wohl kurz davor, mich aufzumachen...
Und interessant auch die Erkenntnis, die es in der Medizin nur per Erfahrung gibt, die aber bisher nicht ausreichend erklärt werden kann: Dass sich so eine Verschlingung, Darminvagination, Einklemmung oder sogar ein Ileus durch das Trinken von Kontrastmittel, wie es fürs CT ja nun mal nötig ist, sowie das Klistier wieder lösen kann.
Das ist bei mir wohl so gewesen.

Puh, nochmal ganz schön Glück gehabt...

Aber mir gehts wieder bestens!

Die Moral von der Geschicht: Wenn Ihr Bauchkrämpfe habt, die über das gewohnte Maß hinausgehen und so schnell nicht aufhören, geht sofort zum Arzt. Lieber einmal zu oft...

Liebe Grüße!
meliur
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  #1283  
Alt 07.06.2018, 15:50
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Liebe Meliur,
das ist ja furchtbar:knuddle:
Wie gut, dass Du alles dann doch einigermaßen überstanden hast. Ich kenne auch jemanden, der musste sich nach 15 Jahren noch einmal operieren lassen, um die Darmverschlingungen zu lösen.
Immer wachsam bleiben. Aber irgendwie auch Mist...
Liebe Grüsse
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  #1284  
Alt 10.06.2018, 04:33
bobbylee bobbylee ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Liebe meliur ,
Gott sei Dank hast du das alles gut überstanden. Ich hatte auch schon ein paarmal damit zu tun. Beim Essen offensichtlich nicht aufgepasst und schon war es passiert. Seitdem bin ich bei Pilzen, Spargel, Trockenobst, verschiedenen Rohkostsalaten (z.B.Krautsalat) sehr vorsichtig bzw. diese Nahrungsmittel sind von meinem Speiseplan gestrichen. Von den Darmspiegelungen her weiss ich ja, dass ich zwei Engstellen im Darm habe und da blieb wahrscheinlich immer einmal etwas hängen. Ausser den Krämpfen musste ich mich damals dauernd übergeben und hatte das Gefühl, dass der Darm überhaupt nicht mehr arbeitete. Wenn dann das erste Gluckern wieder zu hören war, war es auch meist ausgestanden. Ja, man muss wachsam bleiben, auch beim Essen.
Ich wünsche dir , dass du diese Erfahrung nicht mehr machen musst.

So, jetzt versuche ich, wieder einzuschlafen. Habe ja Schlafprobleme und bei der Hitze wird es auch nicht besser.

Liebe Jana, liebe Hope, schön, dass ihr auch wieder da seid und dass es euch gut geht.

Euch allen, die ihr hier lest, einen schönen Sonntag und liebe Grüße
Bobby
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  #1285  
Alt 11.06.2018, 20:12
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Guten Abend zusammen,

ja, die Geschichte bleibt merkwürdig für mich, zumal ich mir nicht erklären kann, was im Essen für dieses Chaos in meinem Bauch gesorgt haben kann: meine letzte Mahlzeit davor waren Ravioli (mit Ricotta und Spinat drin) und Gemüse bei IKEA, beides garer, als man sich das wünscht - eigentlich nicht das Essen, auf das ich bisher explosiv reagiert hätte, und ich hatte davon nachweislich auch weder einen Virus noch Durchfall...
Und das Gluckern war bei mir leider eher Zeichen für die Probleme, damit gings nämlich los und im Bauch arbeitete es quasi bis zur Verzweiflung...
Die Speisen, die Du anführst, Bobby, sind außer Spargel die, die ich auch meide - Krautsalat war noch nie meins, den rühr ich schon seit meiner Kindheit nicht an, bei Pilzen lehrte mich die post-OP-Erfahrung schnell, dass ich die nur noch in eher homöopathischen Dosen genießen sollte, Trockenobst legt sich einem ja nun nicht täglich in den Weg: Spargel hab ich bisher immer gut vertragen, auch in großen Mengen und ob gekocht, gebraten oder als Auflauf; der war bei besagtem Essen auch im Gemüse, aber sogar ziemlich verkocht, kann also nach meinem Verständnis wohl nicht das Problem gewesen sein. AberIhr kennt das ja vielleicht auch, dass man mal dieses, mal plötzlich jenes gut oder auf einmal gar nicht mehr verträgt...
Wer weiß, welche Laus, um mal ein völlig schiefes Bild zu bemühen, meinem Gedärm da noch über die Leber gelaufen war...

Da denkt man, nach mehr als einem Jahrzehnt sei man mehr als endgültig über den Berg und dann kommt SO ne Überraschung, grmpf!

Ja, Du hast Recht, hope, unser Holzauge sollte wohl weiter wachsam bleiben. Menno!

Na, in ca. 6 Wochen hab ich Kolo, vielleicht gibts dann noch neue Erkenntnisse. Ich werde berichten...

Ganz liebe Grüße!
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  #1286  
Alt 14.06.2018, 15:48
Rexy Rexy ist offline
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Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Hallo ,
ich bin Rexy und neu im Forum.
Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und würde mich gerne mit anderen austauschen.
Ich bekam im Februar 2016 die Diagnose Dickdarmkrebs ..na ja, dann kam das volle Programm : große OP , Port - 3 Wochen Klinik , danach folgten innerhalb von 7 Monaten 12 Chemos . Nach der OP sagte man mir, das ich keinen Krebs mehr habe. Neben dem Tumor waren noch 3 Drüsen befallen und alles konnte zum Glück entfernt werden . Lange hatte ich überlegt, ob ich eine Chemo machen sollte und mich dann dafür entschieden , einfach mit dem Gedanken .. ich möchte gerne noch ein paar Jährchen länger leben ....War eine schwere Zeit, aber das brauche ich Euch ja nicht zu erzählen.
Ich hatte 17 Kilo abgenommen , wog 49 kg und brauchte gut ein Jahr um mich von allem zu erholen . Nächste Woche steht mein Kontrolltermin an und jedesmal habe ich Bammel davor, dabei waren vor 3 Monate alle Ergebnisse top und mein Doc meinte , man könnte kaum glauben , das ich mal so krank war ... am die Ängste vor solchen Untersuchungen bleiben einfach !!
Mir geht es wirklich gut , brauche keinerlei Medikamente . Klar , spinnt mein Darm immer mal wieder und da ich durch die OP eine Engstelle habe , flutsch es manchmal nicht so und ich habe Schmerzen bis in den Rücken ..zum Glück ist das nicht so oft. Was leider ist, ich entwickle immer mehr Allergien gegen Nahrungsmittel und so vieles kann ich nicht mehr essen !
Aber auch damit kann ich gut leben und ich habe von Anfang an offen über den Krebs gesprochen . Gehört nun mal zu meinen Leben ....
Danke fürs Lesen
Rexy
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  #1287  
Alt 15.06.2018, 21:27
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meliur meliur ist offline
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Beiträge: 892
Standard AW: Alltag nach der Darm-OP

Hallo Rexy,
willkommen in diesem Forum! Zwar geht es hier im Moment nicht mehr so rege zu wie damals, aber Du wirst sicher Leser und auch Ansprache finden.
Mann, da hast Du ja einiges hinter Dir. 49 kg, das ist kein Spaß - ich hoffe, Du hast inzwischen wieder etwas mehr auf den Rippen. Auch wenn ich nicht weiß, wie groß und wie alt Du bist (aber wahrscheinlich weiblich), sollten es schon wenigstens 59 kg sein, oder? Mit den vielen Allergien ist das Essen sicher nicht leicht, aber es ist schon, wie Du sagst: Wir alle hier wissen, dass es Schlimmeres gibt... Man findet seinen Weg und lernt seinen Körper (zwangsläufig) neu kennen. Und das alles ist bei Dir ja erst zwei Jahre her - da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und einiges kann sich noch einpendeln und verbessern. War bei mir auch so, das dauerte Jahre.
Du hast schon damit, dass Du von Anfang an offen über Deine Krankheit gesprochen hast, Deinen Umgang mit der Situation gefunden, und das ist ein wichtiger Schritt.
Dass Du Angst hast vor den Kontrollen, das finde ich ziemlich normal - das kennt wohl jede(r) Betroffene hier. Ich selbst erlebe das genauso, auch jetzt noch. Der Schock der Diagnose, mit der viele von uns vielleicht nicht gerechnet hatten, hat schon was Traumatisches, und das merkt man, wenn wieder eine Kontrolle näherrückt. Die ersten Jahre nach der Erstdiagnose war ich an diesen Tagen glaube ich schwer zu ertragen für meine Umwelt. Inzwischen geht das besser, weil ich so oft mit "unauffällig" nach MRT, Sono etc. rausgehen konnte. Aber es ist noch immer jedes Mal eine Riesenerleichterung.
Für nächste Woche drück ich Dir die Daumen - halt uns auf dem Laufenden, Rexy!
meliur
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