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  #1  
Alt 29.01.2006, 07:46
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DaskleineÄnnchen DaskleineÄnnchen ist offline
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Standard Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Da ich seit der Krebserkrankung meines Vaters unfähig geworden bin, in ein "normales" Tagebuch zu schreiben, schreibe ich nun hier.
Mein Vater hat ein niedrig malignes Myxofibrosarkom. Die Op hatte er Ende August. Danach Strahlentherapie.
Ende Februar steht die erste Nachsorgeuntersuchung an.
Papa geht damit ganz lässig um, er hat momentan andere Probleme. Er denkt eher daran, wie das Leben nach der Psychiatrie zuhause ist. DAS ist SEIN Problem.
MEIN Problem:
Krebs. Zellen. Tod.
Was wenn jetzt schon wieder Zellen gefunden werden. Was wenn der Arzt sagt: "Herr W. leider haben wir Tumorzellen gefunden!"
Was dann??? Nochmal ertrag ich dass nicht. Nicht nochmal.
Nie hätte ich gedacht dass ich mich mit so einem Thema auseinander setzten muss. Meine Freunde wissen alles über die Bestandteile von Cocktails, wo der neueste Club ist, wer mit wem. Ich weiß was Worte wie MRT, CT, maligne, Resektion usw bedeutet.
Ich sehe das Bein von Papa an, sehe durch die Haut hindurch, sehe Zellen, gute, aber auch böse.
Papa kocht, Papa schläft, Papa liest.
Was ich sehe ist der Krebs.
Ich sehe ihn an und denke: Wie lange kann ich ihn noch so sehen??? Wann ist der Krebs übermächtig????
Ich sehe mich hinter seinem Sarg hergehen, weiß welchen Text wir in sein Sterbebildchen schreiben, sehe mich weinend vor seinem Grab.
Papa kommt und sagt: "Also dein neuer Schreibtisch gefällt mir nicht."
Papa geht mit Mama spazieren.
Papa telefoniert mit Oma und brüllt in den Hörer, weil sie nichts versteht.
Papa lebt.
Papa hat keine Schmerzen.
Ich habe Angst.
Was wenn was schlimmes rauskommt, Ende Februar (Papa weiß nichtmal genau wann der Termin ist, hat er irgendwo aufgeschrieben und ich drehe fast durch)
Was tun?
Ach es ist so schrecklich, ich sehe mich ihn pflegen. Sehe wie er kotzt. Wie er Blut spuckt, wie er sich vor Schmerzen krümmt.
Aber nur ich sehe das.
Ich habe Angst vor dem Krebs, gegen den ich nichts tun kann.
Einfach nichts.
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Dies ist ein
Akt der Verzweiflung
Ein stummer Schrei
Eines Menschen voller Leid und
seiner Wunde die nicht heilt
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letzter Kampf gegen das woran es liegt
Wie ein Vogel mit nur einem Flügel der bestimmt nicht fliegt

Geändert von DaskleineÄnnchen (30.01.2006 um 16:50 Uhr)
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  #2  
Alt 29.01.2006, 15:51
selenio selenio ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Hallo Anna,

danke für Deinen ersten Tagebucheintrag.

Möchte Dir nur sagen, schreib bitte weiter! Es ist so genau und so präzise, was Du zu sagen hast. Diese vernagelnde Angst von Angehörigen: Man ist wie gelähmt, immer wieder die Bilder von Zellentartungen, die Progredienz – elendiges Zugrundegehen. Man sieht es wie gelähmt vor sich, man kann nichts anderes erkennen. Alles Normale ist trügerischer, unerträglicher Schein: "Papa kocht, Papa schläft, Papa liest. Was ich sehe ist der Krebs." Du benennst wirklich die Schmerzgrenzen derer die mitleiden.

Viele Grüße
selenio
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  #3  
Alt 30.01.2006, 16:49
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DaskleineÄnnchen DaskleineÄnnchen ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Heute ist Papa nach einem zweimonatigem Aufenthalt in der Psychiatrie wieder nach hause gekommen. Ich hatte Angst vor diesem Tag. Momentan glaube ich, dass sich diese Angst bestätigt hat.
Er spricht davon dass die Tabletten nichts bringen, im Klartext: Er will im Grunde die Antidepressiva nicht nehmen. Ich hab zu ihm gesagt, dass ich es nochmal nicht mitmache, nichtnochmal ziehe ich ihn vorm Auto weg, nichtnochmal tue ich mir das hin und her gerenne an, nichtnochmal schiebe ich ihm die Tabletten in den Mund, weil er dazu nicht fähig ist.
Nichtnochmal.
Dann geh ich weg und mir is alles scheißegal.
Zum ersten Mal seit langer Zeit muss ich wieder weinen, und fühle mich hoffungslos.
Und er versteht es einfach nicht.
Ich habe einfach Angst, dass das alles nochmal passiert. Ich habe einfach so große Angst, nicht nur der Krebs, es ist auch noch die Psyche die mich fertig macht.
Ich kann grad nicht mehr schreiben.
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  #4  
Alt 30.01.2006, 17:04
Benutzerbild von Ylva
Ylva Ylva ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Ach Annalein,
gerne haette ich erfreulicheres gelesen aber vielleicht wird das noch.
Dein Vater ist jetzt seit langem mal wieder zu Hause,dass ist fuer alle eine riesen Umstellung ich glaube du musst ihm,dir,euch Zeit geben!

Und du musst ein bisschen loslassen Anna,so schwer es auch ist. DU hast NICHT die Verantwortung fuer deinen Vater. Du hilfst ihm so gut du kannst,bist ihm eine grosse Stuetze und eine gute Tochter. Du kaempfst fuer und mit ihm.
Aber du hast nicht die Verantworung fuer ihn. Vergiss das nicht und denk auch ein bisschen an Dich.

wuerde dich jetzt gerne in den arm nehmen,
deine ylva
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  #5  
Alt 30.01.2006, 17:58
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DaskleineÄnnchen DaskleineÄnnchen ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Ich sehe in den Spiegel und schaue mir beim Weinen zu.
Ich habe keine Hoffung und mein Herz ist so schwer.
Ich will wieder so sein wie früher, will die Probleme haben, die andere junge Leute auch haben, ich will wegen Liebeskummer weinen und nicht wegen Krankheit und Tod.
Ich will wieder geborgen wie ein Kind sein.

Danke, für deine Worte Mona!!
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  #6  
Alt 31.01.2006, 16:47
elisabeth2 elisabeth2 ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

liebe ann !
bleib stark,ich weiss auch wie schwer es ist,und leichter macht es dir niemand........freue mich von dir zu hören.elisabeth
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  #7  
Alt 31.01.2006, 17:11
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DaskleineÄnnchen DaskleineÄnnchen ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Papa ist nun schon den zweiten Tag zuhause. Er ist heute unruhig, das merkt er selber. Ich glaube er ist so ruhelos, weil ihm der gewohnte und geregelte Ablauf der Psychiatrie fehlt. Auch die Freiheit kann schwer zu ertragen sein...In mir drin ist es wieder ganz komisch, ich stopfe mich mit Schokolade voll, in der Hoffung, die Leere die in mir drin ist auszufüllen. Ich habe einfach nur Angst.
Am 24.2 hat Papa seinen ersten Nachsorgetermin. An dem gleichen Tag hat meine beste Freundin Geburtstag. Am 24.2 werde ich entweder die dickste Party seit langem machen oder heulend zuhause sitzen.

Noch 24 Tage bis zur Nachsorge.
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  #8  
Alt 01.02.2006, 07:10
stupsi stupsi ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Hallo Ännchen,
ich hab ähniches erlebt wie du. Mein Bruder war an Krebs erkrankt mit 37 Jahren, Bauchfellsarkom.

Ich hab ihn so viel Leiden sehn nach Operationen , Chemos und Bestrahlungen
und doch hab ich nie so gefühlt wie du.
Ich war hilfos und verzweifelt wenn es ihm schlecht ging aber ich hab mich sehr mit ihm gefreut, wenn er zwischen den Behandlungen zur Arbeit gehen konnte und auch in seiner Freizeit wieder Unternehmungen machen konnte.

Er hat dann leider mit 40 den Kampf gegen die Krankheit verloren. Das ist jetzt 4 Jahre her und ich vermisse ihn nach wie vor. Aber ich denke jetzt an unsere schönen gemeinsamen Zeiten.

Wir wissen doch alle nicht wann und wie wir sterben werden aber wir werden es alle erfahren.

Ich wünsche dir viel Kraft alles liebe von
Susi
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  #9  
Alt 01.02.2006, 15:53
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DaskleineÄnnchen DaskleineÄnnchen ist offline
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Heute hab ich meine vorletzte Prüfung geschrieben. Lief nicht so gut. Mit Papa ist immer noch alles beim Alten, hab Mama heute morgen aber meine Sorgen geschildert. Morgen fahr ich an den Chiemsee, treff mich mit zwei Mitstudentinnen zum lernen. Wir haben am Montag zu dritt ne mündliche Prüfung. Naja.

Noch 23 Tage bis zur Nachsorge.
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  #10  
Alt 02.02.2006, 20:19
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Heute war ich den ganzen Tag am Chiemsee und hab mit meinen Mitstudentinnen gelernt. War voll anstrengend. Leg mich jetzt hin.

Noch 22 Tage bis zur Nachsorge.
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  #11  
Alt 04.02.2006, 13:05
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Heute kommt ein guter Freund von Papa zu uns zu besuch. Papa ist aufgeregt, er hat Angst, dass der Freund sich über ihn lustig macht, wg der Psychiatrie. Aber das würde der nie tun. Er ist total nett und lustig, genau dass, was Papa jetzt braucht. Gestern war Papa bei Oma und wollte ihrem Nachbarn was richten (Papa war Elektriker), der war aber nicht da. Aber ich finde es so toll dass er langsam beginnt, wieder alltägliche Sachen zu tun. Ich selbst bin momentan total im Prüfungsstress, am Montag hab ich meine letzte Prüfung.
Ich wollte jetzt auch wieder ein bißchen mehr auf meine Figur achten....hab zwar fast nix zugenommen, aber ich hab keinen Sport mehr seit Papas Diagnose gemacht. Daher fühl ich mich irgendwie so unfit. Naja, egal.

Noch 20 Tage bis zur Nachsorge.
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  #12  
Alt 05.02.2006, 11:09
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Noch 19 Tage und mit jeder Sekunde, Minute, Stunde steigt irgendwie die Gewissheit, dass was ist....

19 Tage
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  #13  
Alt 06.02.2006, 20:00
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Standard AW: Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen!!!!

Heute die letzte Prüfung gehabt....ich war gut, hab 1.3 gekriegt. Papa und Mama waren total stolz und Papa hat mir zehn euro geschenkt.
Die Nachsorge rückt näher und näher, ich mache mir Gedanken um den 24.2.....Was wird an diesem Tag sein, wird die Welt zusammenbrechen oder werde ich am Abend feiern????Ich weiß es nicht, seit gestern stelle ich mir aber immer vor wie ich mich mit meinen Freunden treff und sauf und feier, weil alles in Ordnung ist. Dieses Wochenende wollte ich weggehen und die Sau rauslassen, weil ja jetzt alle Prüfungen geschafft sind und weil im moment ja alles in Ordnung ist....
Simone meinte heute, dass es so geil ist, dass wir die Prüfungen hinter uns haben und dass sie jetzt endlich alles genießen kann und alles geil ist und ich hab mir gedacht, dass das bei ihr vielleicht so ist, aber ich kann das Ende der Prüfungen gar nicht genießen, weil ich so Angst vor der Nachsorge habe.
Echt, ich schlag jedem eine rein, der behauptet für die Angehörigen wäre alles halb so schlimm wie für die Kranken. Natürlich sind sie schlimmer dran, aber ICH FÜHLE MIT JEDER FASER MEINES KÖRPERS DAS LEID MEINES VATERS; ICH FÜHLE MIT JEDER FASER SEINEN SCHMERZ; SEINE TRAUER; SEINE ANGST!!!!!!!!
Und da hilft mir meine Gesundheit, für die ich natürlich dankbar bin, auch nicht viel weiter. Ich weine, weine, weine. Ich habe Angst. Große Angst. Angst um meinen Vater und Angst davor meine Zukunft nich leben zu können. Angst nich so sein zu können wie alle anderen.
Es klingt krank, aber dadurch dass ich mich so um Papa sorge, denke ich dass ich nie eine eigene Familie gründen kann.....ja es ist echt krank.
Ich würde mir einfach nur wünschen, dass er es schafft.

Noch 18 Tage bis zur Nachsorge.
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  #14  
Alt 07.02.2006, 09:29
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DaskleineÄnnchen DaskleineÄnnchen ist offline
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Heute ist also mein erster freier Tag. Bin heute schon um halb sieben aufgewacht und hab ausm Fenster geschaut und gesehen dass es schneit. Es war noch ganz dunkel draußen, nur die Laterne hat ein bißchen licht gebracht. Ich kuck also so und kuck und wickel mich in meine Decke und die Schneeflocken wirbeln so um die Laterne und da denk ich mir: Irgendwie tröstlich und schrecklich zugleich. Die Welt dreht sich immer weiter, egal ob mein Vater Krebs hat, ob irgenwo in der Welt jemand erschossen wird.....Den Schneeflocken ist es egal ob Krebszellen im Körper meines Vaters sind, dem Schneeräumer ist es egal, dass mein Vater vielleicht bald sterben muss, er tut seine Arbeit. Und der Schnee fällt und fällt unaufhörlich und deckt den Schmerz zu. Der Schnee scheint zu sagen: Was auch passiert, es geht weiter. Es MUSS weitergehen.
Trotzdem ist es schrecklich den Kindern beim Spielen im Schnee zuzusehen, mit Freunden zu telefonieren die heulen, weil die große Liebe sie nicht erhört hat, andere Familien zu sehen, die nicht kaputt sind.
Es ist schlimm, dass alles so weitergeht, einfach so und dass niemand auf uns schaut und sagt: Haltet die Welt an.
Hm.
Ja.

Noch 17 Tage bis zur Nachsorge.
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  #15  
Alt 07.02.2006, 09:34
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Das Lied von Glashaus passt ganz gut, finde ich......Seitdem das Alte Leben weg ist, ist nichts mehr so wie es einmal war.....

Haltet die Welt an

Seitdem du weg bist
ist so manches Ok
Dafür dass es korrekt ist
tut es aber ganz schön weh
Ich bin
wirklich gesegnet
Hatte Glück und vieles ist super wie es ist
bis auf die Lücke die nicht schließt
Es ist ein
fetter Kreis von 280°
Der rettende Beweis
den ich leider grad nicht hab'
Es ist der Sinn des Lebens
den keiner mehr verrät
Man muss wirklich kein Genie sein
um zu merken dass was fehlt

Bei Gott
Es fehlt ein Stück - haltet die Welt an
Es fehlt ein Stück - sie soll steh'n

Und die Welt dreht sich weiter
Und dass sie sich weiter dreht
Ist für mich nicht zu begreifen
Merkt sie nicht dass einer fehlt


Haltet die Welt an - es fehlt ein Stück
Haltet die Welt an - sie soll steh'n

Es ist nicht zu beschreiben
wie kalt und leer es ist
Ich versuche nicht zu zeigen
wie sehr ich dich vermiss'
Meine Freunde tun ihr Bestes
Aber das Beste ist nicht gut genug
für das was du mir warst
hat diese Welt kein Substitut
Dies ist ein
Akt der Verzweiflung
Ein stummer Schrei
Eines Menschen voller Leid und
seiner Wunde die nicht heilt
Es ist ein
letzter Kampf gegen das woran es liegt
Wie ein Vogel mit nur einem Flügel der bestimmt nicht fliegt


Bei Gott
Es fehlt ein Stück - haltet die Welt an
Es fehlt ein Stück - sie soll steh'n

Und die Welt dreht sich weiter
Und dass sie sich weiter dreht
Ist für mich nicht zu begreifen
Merkt sie nicht dass einer fehlt

Haltet die Welt an - es fehlt ein Stück
Haltet die Welt an - sie soll steh'n

Es ist leicht zu erkennen
Und schwer zu ertragen
Wie konnte man uns trennen
Mein Herz trägt deinen Namen
Es ist die
alte Geschichte
Jemand stirbt
Es fehlt ein Stück vom Puzzle das so niemals fertig wird
Man sagt mir:
Halb so schlimm, es geht weiter wie du siehst
Um zu seh'n dass das nicht stimmt
braucht es keinen Detektiv
Ich kann meinen
Zweck nicht erfüllen
Wie eine Kerze ohne Docht
Dieses Schiff geht langsam unter
Merkt ihr nicht es hat ein Loch?

Bei Gott
Es fehlt ein Stück - haltet die Welt an
Es fehlt ein Stück - sie soll steh'n

Und die Welt dreht sich weiter
Und dass sie sich weiter dreht
Ist für mich nicht zu begreifen
Merkt sie nicht dass einer fehlt

Haltet die Welt an - es fehlt ein Stück
Haltet die Welt an - sie soll steh'n
__________________
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