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  #16  
Alt 30.01.2005, 09:16
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Metastasierende Nierenzellkarzinom

Hallo Torsten,

komme leider erst heute dazu, Dir zu antworten.

Mit Cannabis habe ich keine persönliche Erfahrung. Es ist allerdings hier im KK, ich glaube unter "Andere Therapien" bereits einiges darüber geschrieben worden und gerade in Bezug auf Schmerztherapie bzw. unter der Chemotherapie als hilfreich empfohlen worden. Aber wie gesagt, ich kann diesbezüglich nicht aus persönlichen Erfahrungen sprechen.

Bezüglich Deiner Frage, was man noch tun kann (Brottrunk, Vitamine etc):
Ich denke, hier muß man sehr aufpassen, dass man nicht "über den Tisch gezogen" wird. Es gibt viele Anbieter, die diversen Mittelchen sogar eine "heilende" Wirkung nachsagen, die sicherlich nur im Bereich des Geldbeutels des Herstellers oder Vertreibers zu finden ist.

Um Dir diesbezüglich eine seriöse Antwort zu holen, kann ich Dir die Hufelandklinik in Bad Mergentheim empfehlen. Hier arbeiten Schulmediziner, die überwiegend im Bereich Naturheilkunde arbeiten. Meine eigene Erfahrung hat gezeigt, dass sie sich überwiegend mit schulmedizinisch austherapierten Patienten beschäftigen. Wobei auch die Kombination zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde nicht zu unterschätzen ist. So haben wir z.B. einen Therapieplan dieser Klinik erhalten, mit Medikamenten, die nach Absprache mit diversen Schulmedizinern durchaus sogar mit der IMT kombiniert werden können.

Dieser Therapieplan beeinhaltet u.a. :
Symbioflor I, Vitamin A, Selen, Polyerga, Faktor AF2, Zink, Coenzyme Comp. und Ubichonon Comp.

Die letzten drei Medikamente werden in Trägerlösung intravenös verabreicht, Polyerga und Faktor AF 2 werden gespritzt, die restlichen Medikamente oral verabreicht.

Ich möchte darauf verzichten, bezüglich der verschiedenen Medikamente Dosierungsempfehlungen zu geben (oder Jürgens Dosierung zu veröffentlichen), da mir nicht bekannt ist, nach welchen Kriterien diese Dosierungen gehandhabt werden.

Mir ist auch bekannt, dass die Hufelandklinik z.B. Mistel-Infusionen (also Mistel in hochdosierter Form) beim metastasierenden Nierenzellkarzinom verabreicht (unter ärztlicher Aufsicht), wenn sämtliche anderen Methoden wie z.B. die IMT ausgeschöpft sind. Man verabreicht hier also in erster Linie auch die IMT (wenn es möglich ist) und erst an zweiter Stelle steht die Mistel und/oder weitere dort angewandte Therapiemöglichkeiten (mit denen wir uns allerdings seinerzeit nicht weiter befasst haben, da an uns die dringende Empfehlung von dort gerichtet wurde, die IMT weiter fortzuführen und die o.g. Medikamente begleitende einzusetzen).

Eine Konsultation von Chefarzt Dr. Woeppel in der Hufelandklinik wird von den Krankenkassen erfahrungsgemäß nicht finanziert. Aber ich denke, ein Besuch dort lohnt sich, zumal Ihr einen Therapieplan ausgehändigt bekommt, den Ihr unter Leitung z.B. des Hausarztes zu Hause durchführen könnt. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit der stationären Behandlung, die ggf. teilweise von den Krankenkassen bezahlt wird (Bitte erkundigen). Eine ambulante Konsultation lohnt sich m.E. auf jeden Fall und ist m.E. durchaus finanzierbar - ich meine es wäre ein Betrag zwischen 50 und 100 Euro gewesen. Falls Ihr dort vorstellig werden möchtet, bitte sämtliche ärztlichen Unterlagen, Befunde von CT/MRT/Blutbefunde, Arztbriefe etc. mitnehmen.

Die Problematik mit den Ärzten kenne ich nur zu Genüge, sowohl als langjährige Intensiv-Krankenschwester, später stellvertr. Pflegedienstleitung als auch als Angehörige. Ich bin also keine Medizinerin, wie Du vermutest hast, sondern eher auch "Mediziner-Geschädigte". Mein Kampf gegen den Teil dieser Berufsgruppe, welche in meinen Augen sich äußerst arrogant verhält und "gottähnliche Symptome" aufweist, hat mich schon sehr viel Nerven gekostet (meine Einstellung dazu hat sich auch nicht durch die Tatsache geändert, dass mein Sohn selbst Mediziner ist, allerdings in der Herzchirurgie tätig).

Aber es gibt auch durchaus sehr gute Ärzte - man muß nur etwas suchen und wie ich meine, ihnen größtenteils auf die Finger schauen. Aus diesem Grund bin ich auch ein Verfechter von z.B. einer unbedingt zweiten oder auch dritten oder auch vierten Meinung und halte es für ungemein wichtig, dass der Patient bzw. die Angehörigen BESTENS informiert sind. Ich halte es für wichtig, KEINER Diskussion mit einem Arzt aus dem Wege zu gehen (schließlich ist es mein Leben und meine Gesundheit, oder die eines Angehörigen) - ist ein Arzt hierzu nicht bereit, ist es nicht MEIN Arzt.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg auf dem Weg, Deine Mutter zu begleiten.

Liebe Grüße

Ulrike
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  #17  
Alt 19.02.2005, 23:11
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Metastasierende Nierenzellkarzinom

Liebe Ulrike,

Inzwischen liegt meine Mutter im GKH Hafelhöhe http://www.havelhoehe.de/. Das ist eine "Klinik für anthroposophisch erweiterte Heilkunst".
Ich habe einen sehr guten Eindruck von dieser Klinik. Dort kümmert man sich um meine mutter, was vorher irgendwie nicht der Fall war.
So hat man ihr 2,5 Liter Wasser aus der Lunge geholt. Bis dahin hat der Homecarearzt der sie Zuhaus untersucht immer gesagt:"Ihre Lunge ist aber frei.", wenn meine mutter über Atemnot klagte. dieser Arzt ist ohnehin die Härte. Er hat bwim Hausbesuch nichts weiter gemacht, als meiner Mutter zum Hospiz zu raten und ihr zu erklären das medikamente sowieso nicht mehr lohnen. Naja, wenigsten hat er das verschrieben was ich gefordert habe und auch die Not-Einweisung geschrieben als ich das verlangt habe. Aber sonst hätte ich ihn auch schon amKragen vor die Tür gesetzt. Ich bin zwar realistisch und weiß, wie die Aussichten sind, aber deshalb muss man doch alles versuchen; bis zum Erfolg oder bis zum Ende eben. Jedenfalls war dieses Bild vom Mediziner irgendwie in meinem Hinterkopf verankert. Naiv wie ich inzwischen weiß.
Wenn ich mehr weiß melde ich mich wieder.

Danke und liebe Grüße

Torsten
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