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  #46  
Alt 04.09.2016, 08:46
p53 p53 ist offline
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Standard AW: Alles "SUPER"? Ernährung, Sport und Immunabwehr

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Tut mir leid, DEM kann ich jetzt nicht folgen.

Ob ich etwas mit oder ohne Absicht einnehme ist wohl egal. Der "Witz" beim Superfood IST ja eben, dass ich gerade NICHT unkontrolliert irgendwas hochdosiertes einwerfe, sondern versuche über die Nahrung Dinge aufzunehmen, die gut sind und dafür Dinge wegzulassen die schaden.
Gut, das "hochkonzentriert" ist in diesem Zusammenhang relativ. Es ist zumindest noch Nahrungsbestandteil und nicht hochkonzentriert und isoliert in Kapselform.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob unter superfood nicht auch ebensolche Nahrungsergänzungs- und Supplementierungsmittel enthalten sind.

Bitte dazu mal um Aufklärung.

Meines Erinnerns schrieb Angelika nirgendwo, dass sie ausschließlich naturbelassene Bestandteile verwendet und frisch zubereitet.
Ist ja auch bei exotischen Superfoods schlecht möglich.

Wenn Brokkoli täglich oder so gut wie täglich und in größeren Mengen aufgenommen wird, ist das übrigens auch schon eine Verschiebung in der Nahrungszusammensetzung. Und eine Erhöhung der Konzentration verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe, die in höherer Konzentration über einen längeren Zeitraum häufig oder täglich aufgenommen gar nicht unproblematisch sind.
Gerade auch bei Kohlgemüse, welches sich über Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde schützt.

Natürlich kommt der Körper, ein gesunder zumindest, damit klar. Auch längerfristig. Es gibt Menschen, die jahrelang oder gar jahrzehntelang mind. 60 % ihrer Nahrungskalorien via Alkohol decken. Und auch die überleben. Sogar oft eine lange Zeit recht gut, ohne nennenswert höhere Infektanfälligkeit.
Dass dieses System der Mangelernährung plus Toxizität des Ethanols irgendwann kippt, ist natürlich klar.

Bei Snickers würde es wahrscheinlich entsprechend länger dauern. Bei junkfood-Bevorzugung allgemein und einer gewissen Abwechslung darin wahrscheinlich noch länger. Je nach individueller Beschaffenheit und Konstitution.

Der menschliche Körper ist enorm anpassungs- und kompensationsfähig. Muss er auch sein, sonst hätten wir nicht überleben können. Unter weitestgehend ständigen Mangelzuständen übrigens. Wir sind daher auch viel besser an Mangel angepasst als an Überfluss.
Die Vitalität und Überlebensfähigkeit wird durch diese oder jene Mängel in der Nahrungszusammensetzung nicht gleich eingeschränkt. Andererseits ist unser Körper auch nicht zwingend darauf angewiesen, ständig ein Optimum an sämtlichen Makro- und Mikronährstoffen zu erhalten, zudem das ohnehin von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist oder wäre. Und sich auch ständig verändert und schwankt.

Der eine benötigt aufgrund bestimmter Lebensumstände (Stressoren, Noxen usw), Alter, chronischen Erkrankungen/Prädispositionen oder sonstiger Faktoren mehr von diesem oder jenem - wer weiß das so genau?

Raucher haben, nur mal als ein Beispiel, einen anderen Bedarf als Nichtraucher. bzw der Körper senkt von sich aus diesen oder jenen Spiegel ab, als Schutzmeachanismus.
Was da alles wirksam wird, wenn ein Körper von Krebs überrumpelt und "eingenommen" wird, weiß man noch viel weniger. Zumal der Krebs ja auch von Anfang an mitmischt, sich auf genetischer Ebene einschaltet und seine eigenen Interessen wahrnimmt und leider auch nach und nach durchsetzt, wenn ihm nicht mit Brachialgewalt Einhalt geboten wird.

Sicher gibt es Stoffe, die dem Wirt, also dem Körper, helfen, den Krebs besser in Schach zu halten.... das kann aber auch schnell kippen und mit der nächsten Mutation profitiert dann plötzlich der Krebs von eben diesem Stoff.
Denn er steht ja täglich üppig zur Verfügung. Ist also naheliegend, dass Tumorzellen jegliche Strategien nutzen, um das, was zur Verfügung steht, für sich optimal zu nutzen lernen.

Ob das Zucker ist oder Fett oder sonstwas. Bei Tumorzellen ist grundsätzlich damit zu rechnen, dass sie jegliche Form der Aushunger- oder Vernichtungsversuche längerfristig umgehen und im schlechtesten Fall sogar das Gegenteil daraus machen.

Geändert von p53 (04.09.2016 um 09:03 Uhr)
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  #47  
Alt 04.09.2016, 17:07
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Da ich gerade mal Zeit und Muse habe, wollte ich noch etwas zum Thema Ernährung von meiner Fitnesskollegin mit überstandenem BK berichten.

hierfalsch ggfl. überlesen oder vorher hinsetzen

Sie geht von Frühjahr bis Herbst nahezu täglich in die freie Wildbahn und sammelt Kräutlein, aus denen sie sich nachher frische Mixgetränke macht.
Löwenzahn, Brennessel, Spitzwegerich, Breitwegerich, Sauerampfer, wilder Thymian - was man halt so findet und aufgabelt.

Wir haben jetzt auch mal ausgemacht, dass ich an einem WE auf eine Kräuterwanderung mitgehe. Dann etwas ausführlicher... weils ja ums Spazieren und nur nebenbei um die Wildkräutersammlung geht. Ich werde allerdings eher nach Pilzen gucken, weiß ich jetzt schon.
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  #48  
Alt 04.09.2016, 18:18
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Brauchte mich nicht setzen.

Solche Kräuterwanderungen hab ich schon einige mitgemacht, finde sie immer sehr interessant. Pilzwanderungen auch. Macht viel Spaß!!!
Problematisch ist bei den Kräutern nur der Fuchsbandwurm... Da hat mir mein Bio-Lehrer einen üblen Floh in's Ohr gesetzt... Ich wasche daher die armen Kräuter immer halb tot...

Was Angelika an Nahrungsergänzung nimmt oder nicht nimmt will/darf sie hier nicht diskutieren.
Ich hab extra diesen thread aufgemacht, damit jeder schreiben kann, was er mag, ohne dass Angelika "schuld" ist...

ICH jedenfalls schreibe hier über das was ich ESSE. Will sagen Gemüse, Obst, Kartoffeln, Fisch, Fleisch usw. KEINE Pillen, Tropfen u.ä. Und über Sport. Und ggfs ergänzende Maßnahmen fürs Immunsystem. Kneippen finde ich zB toll... Dass ich davon nicht gesund werde, davon bin ich überzeugt.

Aber wie wär's mit "gesund bleibe"? Also kein neuer Krebs? Gestärktes Immunsystem? So etwas?

Ich esse btw wirklich gern Brokkoli, den gab's bei mir schon vor der Diagnose mehrmals die Woche. Eine Riesen - Umstellung wäre täglich jetzt nicht (aber dann bin ich ihn wahrscheinlich in 3 Monaten fürchterlich leid).

Ich gewinne den Eindruck, dass ich mich nicht verständlich ausdrücke.

Neuer Versuch.

Der Mensch muss essen.
Niemand ist davor gefeit zu glauben, er äße gesund und hinterher ist es doch ungesund. (Z.B. weil der frische Seefisch blöderweise aus dem falschen Gewässer stammte, die Pilze Tschernobyl verseucht waren, oder das Wissen fehlte, dass man Salami nicht mit Kakaobohnen kombinieren darf)
Trotzdem will ich versuchen frisch und gesund zu essen. Dauerhaft, nicht nur ein paar Monate.
Also brauche ich einen alltagstauglichen Ansatz. JETZT hab ich gerade die Zeit für Bummel über Wochenmarkt. Aber wenn ich erstmal wieder Vollzeit arbeite, habe ich die halt nur noch manchmal...
Und bei dieser Gelegenheit versuche ich ein paar der Lebensmittel, die Hoffnungsträger gegen Krebs sind gezielt mit einzubauen. Einfach weil ich gerade dabei bin. Und weil es mir das gute Gefühl gibt, etwas zu tun.
Und weil ich ehrlich glaube, dass frische Himbeeren besser für mich sind als Schokolade. Superfood hin oder her.
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  #49  
Alt 04.09.2016, 18:45
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tja, ich habe leider miterlebt, wie jemand, der seit jeher, auf jeden Fall schon mindestens seit 15 Jahren sehr intensiv, darauf achtet, was er isst und auf möglichst gute Quellen achtet (Wochenmarkteinkäufe und Bio-Bauern, Fischteich im Nachbardorf etc), dazu auch die ganze Palette an Naturkosmetik, ganz regelmäßige Bewegung verschiedener Art UND trotzdem ausgerechnet an Krebs erkrankt. Ach so, dazu noch Nie-Raucher und Kaumtrinker. Viele Beerensträucher im Garten, regelmäßiger Genuss derselben. Pestizid/Fungizid/Herbizid-frei natürlich.

Und andere, die rauchen und zu viel Alkohol trinken, sich dauerhaft ungesund ernähren und viel zu wenig bewegen, bekommen keinen Krebs, sterben möglicherweise an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ganz etwas anderem oder einfach an Altersschwäche.

Das gibt mir zu denken. Auch hier im Forum gibt es so viele Beispiele genau dafür.
Vor Krebs oder dessen Rückkehr gibt es über Prophylaxe nur einen eingeschränkten und niemals sicheren Schutz.

Trotzdem bleibe ich natürlich bei meiner Ernährung, die fast komplett aus frischen Zutaten besteht, weil es mir so einfach besser geht. Es gibt ja nicht nur Krebs und andere "Zivilisationskrankheiten", sondern auch ein Lebensgefühl.

Kritisch wird es für mich auch erst dann, wenn mit solchen Dingen viel Geld verdient wird.
Ich sehe es überhaupt nicht ein, weshalb irgendwelche exotischen Früchte oder Gemüse, Öle oder was auch immer her müssen, wenn einheimische fast genau das gleiche enthalten. Das ist für mich einfach nur Geldmacherei. Und die geschickt aufgebaute Vermarktung drumherum.
Allein schon der Begriff Superfood ist ja der reinste Zinnober
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  #50  
Alt 04.09.2016, 19:44
hierfalsch hierfalsch ist gerade online
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Zitat:
Zitat von p53 Beitrag anzeigen
Kritisch wird es für mich auch erst dann, wenn mit solchen Dingen viel Geld verdient wird.
Ich sehe es überhaupt nicht ein, weshalb irgendwelche exotischen Früchte oder Gemüse, Öle oder was auch immer her müssen, wenn einheimische fast genau das gleiche enthalten. Das ist für mich einfach nur Geldmacherei. Und die geschickt aufgebaute Vermarktung drumherum.
Allein schon der Begriff Superfood ist ja der reinste Zinnober
Stimmt. Bin ich 100%ig Deiner Meinung. Ich hätte den Begriff "Superfood" vielleicht besser nicht als Überschrift gewählt. Aber wir waren halt auf dieses Thema gekommen...

Ich finde eben, dass es nützlich ist, hier Tipps von Leinsamen bis Brokkoli auszutauschen. Wer Lust hat, mag es probieren, wer nicht, mag es lassen.

Diese Geldmacherei mit der Angst der Menschen finde ich schrecklich!!! Ich finde aber AUCH, dass es gut ist Raum zu haben um sich auszutauschen, z.B. WAS Geldschneiderei IST und was Qualität, die etwas kostet. (Wir sind uns doch zB einig, dass das Hühnchen vom Bio-Bauern teurer sein darf, als die Antibiotika-Legebatterie-Keule von Aldi?)

Wenn ich hier zB. "Süd-Chinesischer Drachentee soll gut für die roten Blutkörperchen sein" schriebe und Du antwortetest "Holunder hat einen noch besseren Effekt" fände ich das SPITZE (um nicht zu sagen super).

Genau darum geht's!!! Dass Holunder gut fürs Blut ist. Frischer Seefisch Vitamin B12 enthält. Frischer Ingwer gegen Chemo-Übelkeit nützt. "Super" sowas... Warum sollen wir das nicht nutzen? Und sei es nur für das Gefühl etwas zu tun? (Als meine Chemo wegen schlechter Blutwerte auf der Kippe stand, brachte mir meine Freundin ihre selbstgemachte kalte Holundersuppe. Ob's was gebracht hat? Ich hab die Suppe gegessen, statt nur zu heulen. Ich war froh, so eine tatkräftige Freundin zu haben. Sie war froh, was tun zu können. Ich glaube nur deshalb hab ich in der Nacht geschlafen. Chemo fand statt. Kommt es drauf an, ob sie auch stattgefunden hätte, wenn ich über Tiefkühlpizza und Schokolade die halbe Nacht geheult hätte? )

Die Tipps über den Leinsamenschleim und die Atemtechnik wende ich regelmäßig an. Kostet praktisch nichts (Tüte Leinsamen 79 Cent, Lunge Luft nix) Sie helfen.

Ich hab zZt. einen irren Heißhunger auf Kohl, besonders Weißkohl. In allen Zubereitungsformen. Es freut mich, dass ich anscheinend schlechter hätte wählen können, bei meinem Chemo-Leibgericht...

Beim Thema "gesund gelebt, trotzdem an Krebs gestorben" kann ich auch mitreden.
Meine Mutter zB.
Danach hatte ich auch erstmal keinen Bock mehr mich besonders zu bemühen. Deshalb sage ich ja. Es muss alltagstauglich sein. Es muss Spaß machen. Sonst mache ich es ja doch nicht.

Trotzdem IST es erwiesen, dass Fettgewebe Hormone speichert, was bei meinem hormonabhängigen Brustkrebs schlecht ist. Deshalb "müssen" demnächst 3Kg runter - lieber wären mir 5, dann hab ich etwas Puffer und wo ich gerade dabei bin, darf's gern gleich noch hübsch aussehen... :-P
Nein, es garantiert mir keiner, dass es was ändert. Aber ich will's wenigstens versuchen. Weil ich lieber was tue als rumzusitzen und zu heulen. Früher war ich 2*wöchentlich beim Sport. Jetzt bin ich bei fünf mal. Und sei es nur, damit ich "Ich hab alles gegeben" sagen kann, wenn der Krebs wieder hereinschneit...
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  #51  
Alt 06.09.2016, 00:18
Wangi Wangi ist offline
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Zitat:
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Hab das mit der Atmung probiert. (Da zahlen sich ein paar Chorjahrzehnte aus).
Scheint tatsächlich was zu bringen.
Hallo hierfalsch, das ist ja toll!!!
Freut mich sehr

LG Wangi
__________________

Geändert von gitti2002 (08.09.2016 um 22:40 Uhr) Grund: Zitatcode eingefügt
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  #52  
Alt 08.09.2016, 21:54
hierfalsch hierfalsch ist gerade online
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Ich bin jetzt seit ca 2 Monaten dran. Meine kühnsten Hoffnungen und Träume sind meilenweit übertroffen worden.

Fakten: Nach einer absolut grauenhaften ersten Chemotherapie-Hälfte habe ich (in erster Linie für die Psyche und um mal vor die Tür zu kommen) den Plan gefasst mich bereits in der Chemo etwas zu bewegen und gesund und frisch zu ernähren. Einfach um irgendwas zu TUN, statt nur im Krankenhaus oder im Bett zu liegen wie beim ersten Teil. "Richtig anfangen" so dachte ich, könnte ich ja doch erst in der Reha, aber wenigstens IRGENDWAS...

Nach dem Medikamenten Wechsel zur Chemo-Halbzeit ging es los mit "Sport" und frisch kochen. Ich aß wie eine neunköpfige Raupe, da lohnte das kochen.

Verzichtet habe ich konsequent auf Kaffee, bis auf ein zwei Ausnahmen auch auf Süßigkeiten. Außerdem habe ich deutlich weniger weißes Mehl und Zucker gegessen. - Es fühlte sich irgendwie richtig an. (Und Krebs hin oder her - GESUND ist Zucker ja nun auf keinen Fall...)

Beim Sport war ich ca 6 mal pro Woche. Wobei bei mir "ALLES" als Sport zählte. Auch "5 Min Fahrrad".
An manchen Tagen habe ich geheult beim Versuch mich aufzuraffen. ABER ich WAR beim Sport. Auch auf dem Zahnfleisch. JEDES Mal, wenn ich zum Sport gekrochen war, fühlte ich mich hinterher besser. VIEL besser. Ja, gerade an den Tagen, an denen ich kaum die Füße heben konnte. "Sport unterstützt den Abbauprozess" sind nur Worte. Erst als ich es in MEINEN Muskeln gespürt hatte, habe ich es geglaubt!!!

Auch das Essen war interessant. Ich habe viel frisch gekocht, war teilweise 3mal täglich beim Gemüse Mann... Gemüse, Kartoffeln und Fleisch will mein Körper. Ständig und tonnenweise. Alles andere "in Maßen" Ich habe - gerade bei schlechter Stimmung - viel Himbeeren (lecker!!!), Brokkolisprossen, Kohl &Co verzehrt - passte perfekt und gab mir so ein "Ich gönne mir die teuren Himbeeren, weil sie gut für mich sind" Gefühl.

Das Ergebnis: Ich werde unter laufender Chemo fitter statt schlapper, baue Muskeln auf, Gewicht bleibt konstant. Blutwerte sind laut Arzt "topp".

Einziges Haar in der Suppe sind die angeschlagenen Schleimhäute. Aber selbst DIE halten sich mit Heilerde, Leinsamenschleim und reichlich Kartoffelsuppe mehr als tapfer. Die Magentabletten habe ich wieder reduziert. Ich mache die Zwerchfellatmung. Habe das Gefühl, bewusstes Atmen ist gut für die Speiseröhre. - Kühlt.

Auch hier: Es wird besser statt schlechter. In der Chemo.

Fazit: Ich glaube besser könnte es nicht laufen. Hätte man mich gefilmt - ich würde mich für ein Motivationsvideo eignen!!! - und die Chemo ist fast geschafft...

Selbst wenn sich ALLE Theorien zum Thema Sport, Ernährung und Krebs als falsch herausstellen. MEIN persönliches Experiment ist bereits jetzt ein voller Erfolg!!!! Ich würde es immer wieder so machen.
An Herausforderungen bleiben mir jetzt das frisch kochen auf ein Alltagstaugliches Niveau zu bringen, den Sport in einen normalen Ablauf zu integrieren und nach Ende der Chemo wieder normal zu essen statt weiterhin wie eine hungrige Raupe.

Nun, eins nach dem anderen.

SUPERFOOD? - jedenfalls nicht diese sauteuren Pülverchen aus dem Reformhaus die versprechen jede Prise mache 5 Jahre jünger... - Aber ich HABE mich bemüht. Und super gelaufen ist es schon!!

Geändert von gitti2002 (08.09.2016 um 22:43 Uhr)
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  #53  
Alt 10.01.2017, 14:39
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Angi0612 Angi0612 ist offline
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Hallo zusammen,

ich habe in den letzten Monaten/Wochen gelesen, recherchiert, gelesen, gefragt (auch Ärzte) und nochmal gelesen und das ist mittlerweile in meinen Speiseplan aufgenommen - für MICH als gut befunden - und es geht mir gut.

1) viel Gemüse (alles, egal ob grün rot oder gelb) und viel Obst (auch alles, egal ob Beeren oder nicht!)
2) Knabbereien: getrocknete Mangos, Äpfel, Nüsse
3) viel Eiweiß (Joghurt, Käse, Fisch)
4) wenig Fleisch und Wurst (aber nicht komplett aus meinem Speiseplan verbannt)
5) wenig Zucker bzw. sagen wir mal weniger Zucker als vorher
6) einen guten MultivitaminSaft tägl. (Obst und Gemüse)
7) tägl. ein Glas Aronia Saft ... Beeren kommen hoffentlich dann im Frühjahr im Garten
8) div. "Nahrungssergänzungsmittel": Selen, Ingwer, Beta Glucan, Keltican, Curcumin, POC Traubenkernextrakt uned Vitamin D

Was ich an meiner Lebensweise unbedingt noch ändern sollte ist "Bewegung" - aber mein innerer Schweinehund sagt zu Sport nein und findet immer wieder Ausreden

Nächstes Woche fange ich mit einer Afatinib Therapie an ... mal schauen, wie es mir dann mit Nebenwirkungen geht ....
__________________
LG Angi

_____________________________________
ED 11/2015
cT4N2Mx Adenokarzinom 14 cm/nicht kleinzellig rechter Oberlappen
Tumormarker: CEA 141 ng/ml CYFRA 2.5 ng/ml
04/2016.....CT/6 Zyklen Chemo(Cisplatin/Alminta): Tumor 8 cm
06/2016.....30 x StrahlenTherapie
08/2016.....Staging: Tumorgewebe 5,8 cm/nicht mehr aktiv - keine Metastasen
Tumormarker: CEA 7,1 / Cyfra 2,8 / NSE 18,5
12/2016.....Tumormarker: CEA 5,9 / Cyfra 2,68 / NSE 11,7
23.01.17: Beginn Giotrif
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