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Alt 09.11.2014, 17:13
Colorful Colorful ist offline
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Standard Meine Gedanken

Hallo Tagebuch, hallo Betroffene und Angehörige.
Erstmal ein großes Dankeschön dafür, dass es hier diese Tagebuchmöglichkeit gibt.

Wie in meinem ersten Thread bereits erzählt, haben wir nun schon den 4. Krebsfall in der Familie. Erst meine eine Großmutter, dann ihr Mann, beides schon lange vor meiner Geburt. Dann meine Tante, jetzt meine andere Großmutter. Abgesehen meiner noch verbleibenden Großmutter sind alle anderen am Krebs gestorben und ich habe Angst, dass es bei meiner Großmutter jetzt auch so kommen könnte.

Vor allem, da sie nun innerhalb von 3 Monaten jetzt zum zweiten Mal erkrankt ist. Beim ersten Mal wurde alles raus operiert, sie bekam Bestrahlung und alles war eigentlich wieder in Ordnung. Jetzt ist aber genau das von damals wieder ausgebrochen, nur an einer anderen Stelle im Körper.
Selbst wenn es diesmal wieder alles gut geht, alles raus operiert werden kann, die Bestrahlung etwas bringt und alles weg ist..sie ist jetzt innerhalb so kurzer Zeit direkt wieder erkrankt, das kann nach der jetzigen Operation genau wieder so sein oder sogar noch kürzer dauern.

Auch habe ich ehrlich gesagt Angst um die anderen Familiemitglieder, inklusive mir. Bei meiner Mutter und meinem Vater ist es wieder anders. Da bei der Familie müttlericherseits meine Tante erkrankte, wird der Krebs meiner Großeltern mütterlicherseits wahrscheinlich in diese Richtung der Familie gegangen sein. Und bei meinem Vater ist es jetzt nur eine Vorerkrankung in der Familie.
Bei mir hingegen sind es beide Großmütter, ein Großvater und die Tante, ich habe echt Angst auch bald dran zu sein.

Bei meiner letzten Gynäkologischen Untersuchung fragte ich zwecks Voruntersuchung, ob ich das bei meiner familiären Vorbelastung nicht etwas früher machen könnte. Trotz unserer Vorbealastung wird eine jährliche Krebsuntersuchung bei mir erst ab anfang 30 von der Krankenkasse bezahlt.
Da vor 3 Monaten und jetzt erneut aber noch meine zweite Großmutter hinzu kam, werde ich es nochmal bei der Krankenkasse ansprechen. Meine Ungewissheit und die Angst auch betroffen sein zu können wird mich sonst wahrscheinlich kaputt machen.

Leider ist es bei uns in der Familie nicht besonders üblich, über seine Gefühle zu sprechen, überhaupt Gefühle zu zeigen, sich zu öffnen und anderen zu erzählen was einen bewegt. Daher muss ich mir irgend eine andere Möglichkeit suchen, die Geschehnisse irgendwie zu verarbeiten, mit irgendwem darüber reden zu können. Da die Wartezeiten bei Psychologen hier relativ lang sind, werde ich mich bei Zeiten mal nach einer Selbsthilfegruppe oder ähnlichem umsehen.
Heute habe ich zwar schon mit meinem Lebensgefährten darüber gesprochen, aber er ist da einfach nicht so empfänglich für solche Themen. Was auch sein gutes Recht ist.

Das wars bis dahin erst mal, ich habe selbst erst gestern erfahren, dass meine Großmutter heute schon ins Krankenhaus kommt und morgen bereits operiert wird.
Momentan habe ich es noch überhaupt nicht wirklich begriffen, das wird wahrscheinlich erst die nächsten Tage nach und nach passieren. Es wird dann auch eine Probe des entfernten Gewebes eingeschickt und die ganze Ungewissheit belastet mich auch noch zusätzlich.
Mein Vater und mein Großvater haben leider genauso mit der Situation zu kämpfen. Ich hoffe so, dass es so gut ausgeht wie es ausgehen kann.

Auf Grund der vielen Vorkomnisse von Krebs in unserer Familie habe ich nun auch vor, mich aktiv in diesem Thema einzusetzen, ich weiß nur noch nicht wie genau und wo.
Viele liebe Grüße, Colorful.
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  #2  
Alt 10.11.2014, 12:11
Colorful Colorful ist offline
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Beiträge: 4
Standard AW: Meine Gedanken

Hallo Tagebuch.
Ich habe jetzt eine Selbsthilfegruppe für Angehörige gefunden, die Wartezeiten bei Psychologen sind mir leider zu lange. Hier in näherer Umgebung gibt es nur Selbsthilfegruppen für Betroffene, daher mus ich circa 45 Minuten mit der Bahn dort hin fahren. Ich hoffe sehr, dass mein Arbeitgeber mit macht, da die Zeiten der Gruppe recht ungünstig gelegen sind.

Ich drücke auch allen anderen Neulingen und erfahrenen in dem Thema die Daumen für ein happy end.
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