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  #1  
Alt 09.11.2011, 20:41
Nici79 Nici79 ist offline
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Standard AW: Wundfluss nach Hysterektomie / Erfahrungen

Liebe Lili

Ich kann dich sehr gut verstehen.
Ich war dort bei Frauenarzt, da ich eine verlängerte Monatsblutung hatte. Zum Glück hat dieser gleich ein Ultraschall durchgeführt. Dabei hat er gesehen, dass die Schleimhaut hoch aufgebaut war. Nach der Auskratzung kam dann der Schock der Diagnose. Also so ziemlich ähnlich wie bei Dir. Der FA konnte die Diagnose nicht fassen, gerade in meinem Alter. Aber eben was bleibt! Wir mussten da durch!!! Ich denke immer ich hatte ein Riesenglück! Ich benötige keine weiteren Behandlungen. Aber meine Gefühle fahren immer noch Achterbahn. 6 Wochen nach der Operation habe ich wieder mit der Arbeit begonnen. Dies lenkt ab, aber es erinnert mich auch immer wieder daran dass ich nie eigene Kinder haben werde. An diesen Gedanken kann ich mich überhaupt noch nicht gewönnen.

Danke für deine Antwort mit der Scheidenatrophie. Dann bin ich erleichtert. Ich bin noch so schnell verunsichert!

Ich drücke dir ganz fest die Daumen für das Ergebnis des Abstrichs! Ganz liebe Grüsse
Nici79
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  #2  
Alt 11.11.2011, 10:44
Lilli_1 Lilli_1 ist offline
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Standard AW: Wundfluss nach Hysterektomie / Erfahrungen

Hallo Nici,
wow, nach 6 Wochen wieder im Geschäft ? War das ok für Dich, auch nach heutiger Sicht ? und psychischer Sicht ?
Bist Du nach Deinem Klinikaufenthalt in der REHA gewesen ?
Und bekommst Du psychisch irgend eine Form der Unterstützung ?
Bei Dir müsste ja auch der erste Nachsorgetermin stattgefunden haben oder in welchem Intervall geht es bei Dir weiter ?

Trotz FIGO I (T1a und G1) Klassifizierung war nicht ganz klar, ob eine Nachbestrahlung bei mir angezeigt ist. 3 verschiedene Meinungen. Entscheiden musste letztendlich ich, was sehr schwer für mich war. Man möchte nichts verpassen, was man nachträglich nicht mehr einholen kann...
Dadurch bin ich mit der REHA soweit nach hinten gerutscht. Habe jetzt fast 10 Wochen daheim 'rumgehangen'. War aber auch ganz gut so. Mal ein bißchen Abstand vom stressigen Berufsleben. Würde ich auch jetzt wieder so machen, nur ein wenig mehr Struktur sollte ich meinem Alltag geben.
Wenn alles weiterhin gut läuft, werde ich ab Mitte Januar wieder stundenweise im Job anfangen.

Wie lief das bei Dir damals ? Darf ich fragen, wie alt Du bist ? War der Befund bei Dir nur in der Ausschabung oder hat man in der entnommenen Gebärmutter und Eierstöcke auch noch etwas gefunden.

Liebe Grüsse Lilli
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  #3  
Alt 11.11.2011, 11:59
Nici79 Nici79 ist offline
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Standard AW: Wundfluss nach Hysterektomie / Erfahrungen

Hallo Lili

Bei mir war es ein Adenokarzinom der Gebärmutter im Station pT1a G1. Also im Frühstation. Die Eierstöcke waren tumorfrei. In der Gebärmutter war nur der innerste Viertel betroffen. Die Gefässe der Gebärmutter waren ebenfalls tumorfrei. Die Gebärmutter wurde bereits während der OP angeschaut und darauf haben sich die Operateure entschieden keine Lymphknoten zu entfernen. Ich wurde laproskopisch operiert. Zum Glück! Also kein grosser Schnitt. Wie war das bei Dir?

Dadurch habe ich mich körperlich sehr schnell erholt. Ich bin bereits am 3. Tag nach der OP aus dem Krankenhaus ausgetreten. Ich habe mich fit gefühlt. Im Krankenhaus wurde ich darauf angesprochen, ob ich direkt weiter in eine REHA wolle. Ich wollte mich aber zu Hause erholen. Die erste Woche war meine Mutter bei mir. Sie hat mich unterstützt. Danach haben mich mein Mann und meine Freunde und Familie geholfen. Abwechslungsweise haben sie mich besucht und im Haushalt unterstützt. Durfte ja nichts tun

Ich bin wie bereits geschrieben verheiratet und 32 Jahre alt. Und Du?

Körperlich geht es mir wieder sehr gut. Ich hatte nach der sechswöchigen Krankschreibung noch eine Woche Urlaub. Ich nachhinein würde ich mich diese Woche auch noch krankschreiben lassen. Gerade bei nur 4 Wochen Urlaub. Eine längere Krankschreibung war nie ein Thema. Sie wollten mir anerbieten wieder mit 50% einzusteigen. Doch dies ist bei uns im Berufsalltag sehr schwierig. So habe ich mich entschieden gleich wieder mit meinen 90% einzusteigen. Ich habe es bis jetzt nicht bereut. Es war gut für mich wieder in den Alltag einzusteigen.

Ich habe keine weiteren Behandlungen wie Chemo oder Bestrahlung benötigt. Mein erster Nachsorgetermin hat stattgefunden. Der Nächste ist am 19.12. bin bereits jetzt schon nervös! Ich bin aber überzeugt es kommt alles gut. Ich werde viertel jährlich zur Kontrolle aufgeboten. Wie ist dies bei Dir? Und was wird kontrolliert?

Psychisch geht es auf und ab. Ich habe bis jetzt keine Unterstützung. Doch das Wichtigste ich kann mit meinem Mann und meinem Umfeld darüber sprechen. Und du?

Sorry ist etwas lange geworden. Lieber Gruss
Nici
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  #4  
Alt 11.11.2011, 19:59
Lilli_1 Lilli_1 ist offline
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Standard AW: Wundfluss nach Hysterektomie / Erfahrungen

Hallo Nici,
Deine Geschichte hört sich sehr ähnlich wie meine an. - Adenokarzinom im Stadium pT1a; G1 aufgrund des histologischen Befundes der Ausschabung. Die entnommene Gebärmutter, Eierstöcke und alles was sonst noch entfernt wurde war tumorfrei. Also, ein absoluter Zufallsbefund. Manchmal rede ich mir ein, es kann sich nur um eine Verwechslung gehandelt haben. Aber das ist auch nur reiner Selbstbetrug. Nur die hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut war der einzigste Anhaltspunkt und Auslöser für die nachfolgende Ausschabung.
Die OP wurde wie auch bei Dir laparoskopisch gemacht. 3 kleine Einschnitte. Auch ich bin bereits einen Tag nach der OP wieder gelaufen und zwei Tage später erste Schritte außerhalb der Klinik.
Da mein derzeit größtes Problem die Psyche ist, erhoffe ich mir vorallem hier Unterstützung durch die REHA. Für alles andere ist meine Familie jederzeit zur Stelle. Ich bin etwas älter als Du. Bereits schon 47 (vielleicht ein bißchen mehr als Du), verheiratet und habe schon drei (naja fast) erwachsene Kinder, die noch jedes Wochenende daheim sind.
Von allen bekomme ich eine gute Unterstützung. Über die Erkrankung wird wenig gesprochen. Vielleicht will auch nur ich nicht darüber reden und lieber verdrängen.
Wie gesagt, habe ich mich gegen die Bestrahlung entschieden, was den Leitlinien entspricht. Chemo kam auch nicht in Betracht. Derzeit bin ich noch regelmäßig beim FA, auch wegen des Ausflusses. Habe jetzt ein Gel bekommen, welches ich die nächsten Tage nehmen soll. Sehr gewöhnungsbedürftig. Vor zwei Tagen der erste Abstrich nach 3 Monaten nach OP und Kontrolle per Ultraschall.

Dir noch ein schönes Wochenende
und liebe Grüsse Lilli
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  #5  
Alt 11.11.2011, 23:26
Benutzerbild von Jessa
Jessa Jessa ist offline
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Standard AW: Wundfluss nach Hysterektomie / Erfahrungen

Hallo Ihr Lieben,

möchte mich bei euch mal zu Wort melden, weil ich eine ähnliche Diagnose hatte wie ihr

Im Januar diesen Jahres wurde bei mir eine vaginale HE vorgenommen, da ich nach 3 Konisationen und 2 CIS-Befunden wieder einen schlechten Pap zeigte.

Die Histologie brachte dann ans Licht, dass ich bereits ein Karzinom gehabt hatte - hochdifferenziertes Adenozervixkarzinom pT1a1, L0, V0, G1, R0..

Meine Eierstöcke und damit meinen Zyklus habe ich noch. Mir geht es sehr gut, die letzte Nachsorge war unauffällig, ich fühle mich fit und habe die HE sehr gut überstanden. Habe keinerlei Wundfluss oder auffälligen Ausfluss oder Blutungen gehabt seitdem, auch direkt nach der OP nicht.

Lymphknoten wurden auch nicht entfernt, nur etwas vom Parametrium. Ich hatte auch keinerlei Bestrahlung oder Chemotherapie, weil dies laut Rücksprache mit mehreren Ärzten, darunter Uni-Klinik, unnötig war.

Ich war sechs Wochen krankgeschrieben, hatte auch keine Reha. Schmerzen hab ich nur ab und zu kurzzeitig, meist vergeht es gleich wieder.

Ich schicke euch liebe Grüße

Jessa
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  #6  
Alt 12.11.2011, 17:41
Lilli_1 Lilli_1 ist offline
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Standard AW: Wundfluss nach Hysterektomie / Erfahrungen

Hi Jessa,
ich begrüße Dich in unserem Beitrag.
Es tut gut, von anderen zu hören, dass es auch wieder aufwärts geht.
Das gibt uns sicher eine ganze Menge Hoffnung. 'Man kann es überleben'.
Auch ich hatte bezüglich weiterer Behandlungsstrategie mehrere ärztliche Meinungen eingeholt. Und kann dies nur jedem empfehlen. Und wenn es nur darum geht, die eigene Meinung zu bekräftigen.
Ich hatte zwischendurch auch immer wieder überlegt, früher mit der Arbeit wieder zu beginnen. Im nach hinein muss ich sagen, dass es mir auch mal ganz gut getan hat, etwas ruhiger zu leben, fernab von 50 Stundenwoche im Geschäft, auszuschlafen und auch mal einen Spaziergang zu genießen, wofür ich in den letzten Jahren keine Zeit hatte. Meine Tochter sagte heute zu mir, dass ich mich zu einer typischen 'Hausfrau' entwickeln würde. Naja, nur bedingt . Nach Weihnachten wird es auch für mich wieder Zeit, Geld für mich und unser Steuersystem zu verdienen.
Leider werde ich einige meiner derzeitigen Hobbys aufgeben (nicht mehr schwer heben) und mir neue Herausforderungen suchen müssen.
Auch verändert sich mein Freundeskreis derzeit nicht unerheblich. Es trifft mich schon um einiges, wieviel Menschen in meinem Umkreis sich zurückziehen und wer wiederum neu auftaucht, mit dem man unter keinen Umständen gerechnet hat.
Wie war bei Euch die Reaktion im Geschäft auf Eure Diagnose; betretendes Schweigen und gesenkter Blick oder ....?

Liebe Grüsse
Lilli
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  #7  
Alt 12.11.2011, 23:04
Nici79 Nici79 ist offline
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Standard AW: Wundfluss nach Hysterektomie / Erfahrungen

Hallo Jessa und Lili

Herzlich willkommen Jessa in unserer Runde und danke für deinen Betrag.
Es tut unglaublich gut zu lesen, dass ich nicht alleine da stehe. Ich freue mich für dich Jessa, dass es so gut ausgegangen ist. Dein grosser Vorteil ist, dass sie die Eierstöcke nicht entfernen mussten.

Mein Team an der Arbeitsstelle hat sehr schockiert auf die Diagnose reagiert. Ich arbeite im Krankenhaus auf einer gynäkologischen und Geburtenstation. Ich habe grosse Unterstützung von meinen Arbeitskolleginnen erhalten und fühlte mich sehr getragen. Dies hat mich unglaublich aufgebaut. Dies hat meine positive Einstellung nur verstärkt. Ich war selber über mich erstaunt wie optimistisch ich nach dem ersten Schock über die Diagnose reagiert habe. Ich habe mich bis jetzt noch nie nach dem warum gefragt, sondern meine Kräfte voll und ganz ins Gesund werden investiert. Wie war dies bei Euch?

Mein Umfeld hat ebenfalls sehr unterschiedlich auf die Diagnose reagiert. Ich habe von Anfang an alle gleich informiert. Gewisse Personen haben sich zurück gezogen, andere waren voll und ganz für mich da. Für meine Schwiegereltern war es sehr schlimm, dass es nie Enkelkinder geben wird....

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.
Nici
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